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Internationaler Museumstag lockte in Ober- und Mittelfranken | BR24

© picture-alliance/dpa

Auch das Dokumentationszentrum ehemaliges Reichsparteitagsgelände in Nürnberg beteiligte sich am Internationalen Museumstag.

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Internationaler Museumstag lockte in Ober- und Mittelfranken

Der Internationale Museumstag lockte in Ober- und Mittelfranken mit zahlreichen Angeboten. So brachte in der Region Hof ein spezieller Museumsbus die Besucher in elf Museen. Auch in Nürnberg konnten die Museen der Stadt kostenlos besucht werden.

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Der Internationale Museumstag hat die Gelegenheit geboten viele Museen, Ausstellungen und auch Denkmäler kostenlos zu besuchen.

Museums-Bus im Landkreis Hof

Zum Internationalen Museumstag gab es in der Region Hof extra einen Museums-Bus. Der kostenlose Shuttle-Bus pendelte nicht nur quer durch Stadt und Landkreis Hof, sondern auch in den Landkreis Wunsiedel ins Porzellanikon Selb. Insgesamt beteiligten sich elf Museen an der Aktion – so hielt der Museumsbus zum Beispiel nicht nur an bekannten Einrichtungen wie dem Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth oder Deutschlands erstem Comic-Museum , dem Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach an der Saale, sondern auch am Feuerwehrmuseum Schauenstein oder im Schusterhof-Museum Naila. Es gab überall verschiedene Sonderführungen für die großen und kleinen Museumsbesucher.

Bayreuth lockt mit Wagner

Im Richard Wagner Museum wurde bei freiem Eintritt ein vielfältiges Programm geboten, unter anderem war die Sonderausstellung "Siegfried Wagner, eine Spurensuche zu sehen". Kinder konnten in einem Workshop Miniatur-Kulissen in Schuhkartons nachbauen. Zudem gab es unterschiedliche thematische Führungen, die auch einen Blick hinter die Kulissen des Museums boten. Neben dem Richard Wagner Museum nahmen auch das Historische Museum, das Kunstmuseum und die Rollwenzelei am Museumstag teil.

Museen der Stadt Nürnberg

Auch die Museen der Stadt Nürnberg begingen den Aktionstag mit einem reichhaltigen Programm. Albrecht-Dürer-Haus, Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal, Stadtmuseum im Fembo-Haus, Spielzeugmuseum, Museum Industriekultur, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Memorium Nürnberger Prozesse und die Mittelalterlichen Lochgefängnisse konnten kostenlos besucht werden.

Dinkelsbühl pur

Unter dem Motto "DINKELSBÜHLpur" war die gesamte Altstadt autofrei. Bei zwei Führungen wurden versteckte Schätze und pittoreske Winkel gezeigt.

Wilhelm Löhe und Kriminalfälle in Fürth

In Fürth war erstmals das Wilhelm-Löhe-Haus beim Museumstag dabei. Ebenfalls kostenlos zu besuchen war das Ludwig Erhard Zentrum, das Rundfunkmuseum, das Stadtmuseum oder das Fürther Kriminalmuseum. Das ist im Gewölbekeller des Rathauses untergebracht. Dabei lernten Gäste spektakuläre Kriminalfälle der letzten 150 Jahre kennen und erfuhren Details aus der Fürther Polizeiarbeit.

Museen im Alten Schloss in Neustadt/Aisch

Auch wenn sie nur in den Monaten mit "r", also nur bis April und dann wieder ab September auf den Tellern landen, präsentierte das Aischgründer Karpfenmuseum alles Wissenswerte aus 1.250 Jahren Karpfenzucht. Im Markgrafenmuseum wurde außerdem das Leben und Wirken der Hohenzollern in der Stadt dokumentiert, die in Frankens gemütlicher Ecke unter anderem einen Witwensitz mit Grablege und einen heute liebevoll rekonstruierten Apothekergarten angelegt hatten. In den KinderSpielWelten wurden historische Puppenhäuser, Kaufläden und Teddys präsentiert, und eine GPS-Schnitzeljagd für Handybegeisterte gab es auch. Kaffee und Kuchen, ausgesuchte Weine und Biersorten aus der Region ließen Rastwillige einkehren.

Gollachgaumuseum Uffenheim

Im Schnellerturm, der Oberamtskanzlei und der Schranne in Uffenheim befindet sich am Schlossplatz das Gollachgaumuseum. Neben Wohnkultur aus Bürger- und Bauernhäusern wurde auch ein Modell der Festung Hoher Landsberg gezeigt. Vor dem Museum gab es ein Museumsfest, unter anderem mit einem Vortrag zum "Weltkulturerbe Osing". Auf dem Gelände des sogenannten Osing, einem etwa 4,3 Kilometer langen und einen Kilometer breiten Bergrücken im Landkreis Neustadt/Aisch/Bad Windsheim, verlosen seit Jahrhunderten die Anwohner alle zehn Jahre ihre Äcker neu untereinander. Es ist die letzte aktive Markgenossenschaft in Deutschland. Dem römischen Geschichtsschreiber Tacitus zufolge waren solche Verlosungen in Germanien schon vor 2.000 Jahren üblich. Das Brauchtum wurde ins deutsche Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

© BR

Am Sonntag war Internationaler Museumstag. Da gab es in vielen Museen besondere Führungen. Eine Gelegenheit, um Werbung zu machen. Denn der normale Museumsalltag sieht nicht rosig aus, die Besucherzahlen gehen zurück.