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Internationaler Museumstag: Bayerische Museen luden ein | BR24

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Unter dem diesjährigen Motto des Internationalen Museumstags "Zukunft lebendiger Traditionen" laden auch Ostbayerns Museen zum Entdecken und Staunen ein.

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Internationaler Museumstag: Bayerische Museen luden ein

Der Internationale Museumstag hat Besucher am Sonntag mit besonderen Angeboten angelockt. 4.700 Führungen und Mitmach-Angebote kündigen 2.000 deutsche Museen online an. Aus Bayern sind 371 Museen in 241 Orten mit Aktionen beteiligt. Eine Auswahl.

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Im Botanischen Garten im Münchner Stadtteil Nymphenburg können Besucher Wissenswertes über Kakteen erfahren. Den ganzen Tag über findet eine Kakteenbörse in der Winterhalle statt, wo Interessierte von Privatleuten Kakteen kaufen oder sich fachlich beraten lassen können.

Wo einst die Passauer Fürstbischöfe residierten, lädt eine der größten erhaltenen Burganlagen Europas zu einer Zeitreise durch die Jahrhunderte. In den historischen Mauern präsentiert das Oberhausmuseum heute bei freiem Eintritt bis 18 Uhr Ausstellungen zu Mittelalter und Stadtgeschichte. Im Burghof der Veste gibt es Ritter-Schaukämpfe in Rüstungen und historischen Gewändern, in Führungen wird die Geschichte der Anlage um 14 und um 16 Uhr ausführlich erklärt.

Film-Photo-Ton-Museum Gemünden am Main

Das Film-Photo-Ton-Museum im Huttenschloss in Gemünden am Main zeigt bis 17 Uhr bei freiem Eintritt und Kaffee und Kuchen auf den 42 Sitzplätzen seines kleinen Kinos Kurzfilme über altes Handwerk und Traditionen. Führungen erklären Wissenswertes über industrielle Hersteller von Fotokameras. Der Eintritt ist frei. Vor dem Schloss findet bis 17 Uhr ein Kunsthandwerkermarkt statt.

Heimathaus Sonthofen

Das Heimathaus Sonthofen im Oberallgäu zeigt auf rund 650 Quadratmetern und drei Stockwerken im Heimathaus in der Sonnenstraße Exponate zur Ortsgeschichte bis hin zur Stadterhebung im 20. Jahrhundert. Gezeigt werden bei freiem Eintritt das Mini-Mobil-Modellmuseum, das Museum der Schirme und die Historische Sammlung der Gebirgstruppe. Führungen gibt es bis 16 Uhr.

Bayerisches Armeemuseum in Ingolstadt

Freien Eintritt bietet das Armeemuseum Ingolstadt am Sonntag. Eine Fotoausstellung unter dem Titel "Im Visier des Fotografen" inszeniert künstlerisch mittelalterliche Waffen. Das Museum des Ersten Weltkriegs konfrontiert im Reduit Tilly mit der unvorstellbaren Gewaltdimension dieser "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts. Das Bayerische Polizeimuseum präsentiert seine Sammlungen im Turm Triva im Ingolstädter Klenzepark. Entdeckenswertes wird dort ausgestellt, etwa zur Geschichte der Revolution und der Räterepublik 1918/19 in Bayern, aber auch zur gewaltsamen Auseinandersetzung um den Bau der atomaren Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf, die bekanntlich nie in Betrieb ging.

Drachenhöhle in Furth im Wald

Der größte vierbeinige Schreitroboter der Welt - 4,5 Meter hoch und 15,5 Meter lang - lässt den "Further Drachenstich" lebendig werden. Um 15.00 Uhr ist bei einer Führung durch die Drachenhöhle in Furth im Wald viel Interessantes über Drachen und Drachenstich zu erfahren. Erwachsene zahlen 4,50 Euro Eintritt, Kinder 3 Euro.

Brechthaus Augsburg

Um 14 Uhr gibt es eine fachkundige Führung durchs Haus, Auf dem Rain 7. Hier ist Augsburgs großer Dichter Bert Brecht geboren. Zu sehen sind heute noch das Schlafzimmer von Brechts Mutter sowie Erstausgaben des Schriftstellers, der vor allem durch seine Dramen berühmt wurde, der aber auch hochgelobte Lyrik hinterlassen hat. Der Eintritt ist heute frei.

Gollachgaumuseum Uffenheim

Im Schnellerturm, der Oberamtskanzlei und der Schranne in Uffenheim befindet sich am Schlossplatz das Gollachgaumuseum. Heute ist dort der Eintritt frei. Neben Wohnkultur aus Bürger- und Bauernhäusern wird auch ein Modell der Festung Hoher Landsberg gezeigt. Vor dem Museum gibt es am Nachmittag ein Museumsfest, unter anderem mit einem Vortrag zum "Weltkulturerbe Osing". Auf dem Gelände des sogenannten Osing, einem etwa 4,3 Kilometer langen und einen Kilometer breiten Bergrücken im Landkreis Neustadt/Aisch/Bad Windsheim, verlosen seit Jahrhunderten die Anwohner alle zehn Jahre ihre Äcker neu untereinander. Es ist die letzte aktive Markgenossenschaft in Deutschland. Dem römischen Geschichtsschreiber Tacitus zufolge waren solche Verlosungen in Germanien schon vor 2.000 Jahren üblich. Das Brauchtum wurde ins deutsche Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Museen im Alten Schloss in Neustadt/Aisch

Auch wenn sie nur in den Monaten mit "r", also nur bis April und dann wieder ab September auf den Tellern landen, präsentiert das Aischgründer Karpfenmuseum alles Wissenswerte aus 1.250 Jahren Karpfenzucht. Im Markgrafenmuseum wird außerdem das Leben und Wirken der Hohenzollern in der Stadt dokumentiert, die in Frankens gemütlicher Ecke unter anderem einen Witwensitz mit Grablege und einen heute liebevoll rekonstruierten Apothekergarten angelegt hatten. In den KinderSpielWelten werden historische Puppenhäuser, Kaufläden und Teddys präsentiert, und eine GPS-Schnitzeljagd für Handybegeisterte gibt es auch. Kaffee und Kuchen, ausgesuchte Weine und Biersorten aus der Region lassen Rastwillige einkehren. Der Eintritt in die Museen ist am Sonntag frei. Eine Führung durch die Spielzeugwelt gibt es um 15 Uhr, Führungen durch die beiden anderen Museen um 14 und um 16 Uhr.

Nibelungen-Führung für Kinder auf Burg Prunn

Auf Burg Prunn im Landkreis Kelheim wurde im 16. Jahrhundert eine Handschrift des Nibelungenliedes entdeckt, die heute ein Kernstück der Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek in München bildet. Am Internationalen Museumstag gibt es am Nachmittag eine Führung für Kinder. Unter dem Titel "Der Handlung der Nibelungensage auf der Spur" wird erkundet und gebastelt, was die alten Mauern hergeben - für Familien mit Kindern von sechs bis zwölf Jahren. 2 Euro Materialgeld pro Kind plus Eintrittskarten für Erwachsene sind zu bezahlen.