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Internationale Informatik-Elite trifft sich in Marktoberdorf | BR24

© BR/Florian Regensburger

Künstliche Intelligenz, Schutz vor Hackern oder selbstfahrende Autos. Bei der Summer School in Marktoberdorf setzen sich die Informatiker mit wichtigen Zukunftsthemen auseinander. Denn bei so mancher guten Idee hapert es noch an der Umsetzung.

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Internationale Informatik-Elite trifft sich in Marktoberdorf

Künstliche Intelligenz, Schutz vor Hackern oder selbstfahrende Autos: Bei der Summer School in Marktoberdorf setzen sich die Informatiker mit wichtigen Zukunftsthemen auseinander. Denn bei so mancher guten Idee hapert es noch an der Umsetzung.

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Autos, die autonom fahren, die also immer wissen, was sie tun sollen: Bis es so weit ist, ist nach Ansicht von Professor Helmut Seidl noch eine Menge zu tun. Die autonomen Autos der US-Firmen Google, Apple, Tesla oder Uber möchte der Leiter der diesjährigen Informatik Summer School der TU München hier noch nicht auf der Straße sehen.

"Da gibt es eine Reihe von hemdsärmeligen Ansätzen. Eine Reihe von mehr oder weniger autonomen Autos fahren auch schon auf Teststrecken oder in Amerika herum – und bauen aber zum Teil schreckliche Unfälle. Und hier versucht man, mit systematischen Methoden Verbesserungen zu erzielen, so dass man sich auf das System verlassen kann." Professor Helmut Seidl, TU München, Leiter der Summer School

Renommierte Informatiker und Nachwuchs bei der Summer School

Autonomes Fahren ist nur eines der Themen bei der Summer School, die bis zum 9. August im Marktoberdorfer Gymnasium stattfindet. Rund 120 Nachwuchswissenschaftler sind gekommen, teils bis aus Kanada oder Australien. Dazu eine Riege renommierter internationaler Professoren. Mit dabei ist auch Doktorand Christian Müller.

"Es ist auf jeden Fall ein gutes Gefühl dabei, wenn man andere Doktoranden kennen lernt, die auch an ähnlichen Themen arbeiten, wie man selbst. Man hat ja doch als Doktorand häufig irgendwie das Gefühl, ja, man arbeitet jetzt hier alleine an einem Thema. Aber es gibt doch viele Leute, die eigentlich ähnliche Sachen machen." Doktorand Christian Müller

Forschungen am selbstfahrenden Auto

Bei der Begrüßung erklärt Sommerschulen-Leiter Helmut Seidl zunächst, dass leere Wasserflaschen in Deutschland nicht in den Müll gehören – und blickt auf das 10-tägige Programm. Bei den selbstfahrenden Autos etwa sollen unterstützende Berechnungen zusätzlich zu denen, die im Auto selbst stattfinden, quasi in Echtzeit online ins Fahrzeug übertragen werden. Das soll helfen, dass autonome Autos sicherer manövrieren – bald auch sicher genug für den Straßenverkehr.

Die Abhängigkeit von der Software

Dass Computerprogramme sicher und zuverlässig arbeiten, wird aber nicht nur im Auto immer wichtiger, "weil es heute eigentlich keine komplexen Systeme mehr gibt, in denen nicht irgendeine Software drin ist. Und wir hängen vom Funktionieren dieser Software ab," sagt Helmut Seidl.

Bei der heuer schon 40. Auflage der Summer School stehen außerdem die künstliche Intelligenz sowie Fragen zur IT-Sicherheit und zur Online-Privatsphäre auf dem Programm.

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