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Interkulturelle Wochen in Aschaffenburg zum Thema Rassismus | BR24

© Katrin Küx/BR-Mainfranken

In Aschaffenburg finden bis zum 25. Oktober die Interkulturellen Wochen statt. 16 unterschiedliche Veranstalter richten insgesamt 25 Events aus, die sich alle mit dem Thema Rassismus befassen.

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Interkulturelle Wochen in Aschaffenburg zum Thema Rassismus

In Aschaffenburg finden bis zum 25. Oktober die Interkulturellen Wochen statt. 16 unterschiedliche Veranstalter richten insgesamt 25 Events aus, die sich alle mit dem Thema Rassismus befassen.

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Aschaffenburg steht derzeit im Zeichen der Interkulturellen Wochen. Die Veranstaltungsreihe befasst sich in diesem Jahr mit dem Thema Rassismus. Organisiert werden die Interkulturellen Wochen vom Stadtjugendring, der Arbeiterwohlfahrt, dem Diakonischen Werk Untermain, der Gesellschaft zur beruflichen Förderung und zwölf weiteren Veranstaltern. Bis zum 25. Oktober finden 25 Veranstaltungen statt. Aus ganz Deutschland seien bereits Anmeldungen eingegangen.

Viele digitale Angebote aufgrund der Corona-Pandemie

2020 verlaufen die Interkulturellen Wochen allerdings anders als in den vorherigen Jahren. "Wir mussten im Corona-Jahr neue Wege gehen und sind selbst gespannt, wie das Angebot dieses Jahr angenommen wird!", so Clara Leibfried vom Stadtjugendring im Gespräch mit dem BR.

Schwerpunktthema Rassismus

Der Fokus liegt 2020 auf digitalen Veranstaltungen zum Thema Rassismus: Neben persönlichen Lesungen stehen auch Seminare, wie man mit Kindern über Rassismus spricht, bis hin zu Online-Vorträgen über Rassismus im Bildungssystem auf dem Programm. "Wir haben ein bisschen mehr Präsenzveranstaltungen als digitale Angebote im Programm, wobei da auch kleine Veranstaltungen wie ein Frauenfrühstück, ein Filmabend zu Europäischer Armutsintegration oder Outdoor-Veranstaltungen wie Waldbaden darunterfallen. Die digitalen Angebote haben ausschließlich wir vom Arbeitskreis auf die Beine gestellt und bisher haben die Technik-Checks gut geklappt“, zeigt sich Leibfried zufrieden.

Internet-Lesung mit David Mayonga

Am Mittwochabend gibt der Moderator, Autor und Rapper David Mayonga eine digitale Lesung und stellt sein Buch "Ein Neger darf nicht neben mir sitzen: Eine deutsche Geschichte" vor. Der in der bayerischen Provinz aufgewachsene David Mayonga schildert darin seine Erfahrungen, die er seit Kindergartentagen mit rassistischen Anfeindungen hat machen müssen und versucht zu erklären, warum wir Menschen solch eine Angst vor dem Anderssein haben.

"Das ist natürlich schon aufregend – David Mayonga wird sich per Zoom von zuhause aus zuschalten und unsere Zuschauer hier in Aschaffenburg oder wo auch immer können ebenfalls bequem von zuhause aus beim Bügeln oder in der Badewanne seine Lesung verfolgen. Es wird niemand per Video zugeschaltet, das ist auch gar nicht erwünscht und es werden auch keine Daten erfasst!", versichert Clara Leibfried vom Stadtjugendring.

Autorin Alice Hasters im Livestream

Am 28. September hält die Autorin Alice Hasters eine digitale Lesung, die man sowohl im Aschaffenburger Casino-Kino als auch von zuhause aus mitverfolgen kann. In ihrem Buch "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten" schildert sie ihre persönlichen Erlebnisse mit Alltagsrassismus.

Online-Seminar zu Verschwörungstheorien

Am 8. Oktober thematisiert ein Online Seminar die Entstehung von Verschwörungstheorien – auch und vor allem in Zeiten der Pandemie.

Die Anmeldung zu den digitalen Veranstaltungen erfolgt über ikw@aschaffenburg.de.

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