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Die Schäden der Hochwasserkatastrophe sind längst noch nicht genau zu beziffern. Fest steht nur: es geht in die Milliarden

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    Interesse an Hochwasser-Versicherungen steigt enorm

    Das Hochwasser hat immense Schäden angerichtet. Wer nicht versichert war, muss auf staatliche Hilfe hoffen. Um derartige Situationen zu vermeiden, haben viele Hauseigentümer ihre Versicherungen überprüft und wollen nachrüsten.

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    Von
    • Andreas Schuster

    Die Schäden der Hochwasserkatastrophe in Teilen Westdeutschlands und Bayerns sind längst noch nicht genau zu beziffern. Fest steht nur: es geht in die Milliarden. Ganze Häuser hat die Flut weggerissen und Ortschaften verwüstet. Wer nicht versichert war, steht vor dem Ruin und muss auf staatliche Hilfen hoffen. Die Flutkatastrophe hat viele Hauseigentümer in ganz Deutschland dazu gebracht, ihre Versicherungen zu überprüfen. Viele wollen offenbar nachrüsten und sich gegen Hochwasserschäden absichern.

    Nachfrage "um das 900-fache gestiegen"

    Gegen Hochwasserschäden kann man sich mit einer Elementarschadenversicherung absichern. Die Nachfrage nach einer solchen Police sei in den vergangenen Tagen "um das 900-fache gestiegen", meldet die Nürnberger Versicherung. Absolute Zahlen nannte das Unternehmen nicht. Für eine exakte Auswertung sei es demnach noch zu früh, so ein Sprecher gegenüber BR24.

    Dennoch könne man laut der Versicherung sagen, dass "weite Teile der Bevölkerung durch die aktuelle Flutkatastrophe für das Thema Elementarschadenversicherung sensibilisiert worden ist." Auch die HUK Coburg sagte BR24, dass die Nachfragen nach Elementarschadenversicherungen seit dem Unwetter "deutlich angestiegen" sind. Wirklich belastbare Zahlen gebe es aber ebenfalls noch nicht.

    Auch Vergleichsportal verzeichnet gestiegenes Interesse

    Laut dem Online-Vergleichsportal Check24 mit Sitz in München entscheiden sich normalerweise etwas über 40 Prozent der Kunden, die eine Wohngebäudeversicherung abschließen, auch für eine Elementarschadenversicherung. Seit der Hochwasserkatastrophe habe sich dieser Anteil fast verdoppelt, auf etwa 75 Prozent. Das Telefonaufkommen mit Fragen zu Gebäude- bzw. Elementarschadenversicherungen habe sich seither verdoppelt bis verdreifacht.

    Wohngebäudeversicherung reicht nicht

    Obwohl es in den vergangenen Jahren immer wieder Hochwasserkatastrophen gab, sind viele Gebäude in Deutschland nicht ausreichend versichert. Experten führen das auch auf Unwissenheit der Hauseigentümer zurück. So deckt eine Wohngebäudeversicherung etwa Schäden ab, die durch Sturm oder Feuer entstanden sind, nicht aber Schäden durch Hochwasser. Das leistet nur eine Elementarschadenversicherung.

    Dennoch sind laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) derzeit nur 46 Prozent aller Privathaushalte in Deutschland gegen Elementarschäden versichert. Versicherungen können Interessenten zwar auch ablehnen. Laut GDV sind allerdings 99 Prozent aller Gebäude in Deutschland gegen Elementarschäden versicherbar.

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