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Insolvenzverfahren beim ASB Erlangen-Höchstadt eröffnet | BR24

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    Insolvenzverfahren beim ASB Erlangen-Höchstadt eröffnet

    Beim Regionalverband des Arbeiter-Samariter-Bundes Erlangen-Höchstadt ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Alle Geschäfte würden fortgeführt, teilte der Insolvenzverwalter mit.

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    Das Amtsgericht Fürth bestellte Rechtsanwalt Volker Böhm zum Insolvenzverwalter, teilte seine Kanzlei Schultze & Braun mit. Böhm war schon im Eröffnungsverfahren als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig. Alle Geschäfte des ASB-Regionalverbands würden weiterhin fortgeführt.

    Zukunftskonzept wird erarbeitet

    "Wir erstellen derzeit ein Konzept", so Böhm. Ziel sei, alle Tätigkeitsbereiche weiterzuführen. Welche Optionen es gebe, werde in den kommenden Wochen mit allen Beteiligten besprochen. „Es ist uns Dank des vorbildlichen Einsatzes der Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer gelungen, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Das verschafft uns die notwendige Zeit, um ein Zukunftskonzept für den Verein zu erarbeiten“, so der Insolvenzverwalter.

    Zu viel Gebühren abgerechnet?

    Der ASB-Regionalverband Erlangen-Höchstadt hatte Ende September Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Er machte nach eigenen Angaben bereits seit 2017 Verluste. Seit 2018 war er deshalb auf Darlehen des ASB-Landesverbands angewiesen. Dies ist aber in Zukunft nach Aussage von Insolvenzverwalter Böhm nicht mehr möglich. Der gesamtbayerische Landesverband war vor kurzem wegen Betrugsvorwürfen in die Kritik geraten. Er soll Rettungsdienstleistern unrechtmäßig Gebühren abgerechnet haben. Die Krankenkassen könnten deshalb zu viel gezahltes Geld zurückfordern.

    Vorsitzender zurückgetreten

    Nach Erkenntnissen von Wirtschaftsprüfern, die die Vorwürfe untersuchen, handelt es sich um eine Summe von etwa sechs Millionen Euro. Der bisherige ASB-Vorsitzende Hans-Ulrich Pfaffmann war Anfang Oktober zurückgetreten. Der ASB-Regionalverband Erlangen-Höchstadt hat 300 ehrenamtliche Helfer und 10.000 Mitglieder.