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Insolventer TV-Gerätehersteller Loewe: Treffen in Staatskanzlei | BR24

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In der Bayerischen Staatskanzlei sollen Gespräche mit möglichen Investoren stattfinden, die beim insolventen TV-Gerätehersteller Loewe in Kronach einsteigen möchten.

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Insolventer TV-Gerätehersteller Loewe: Treffen in Staatskanzlei

In der Bayerischen Staatskanzlei sollen Gespräche mit möglichen Investoren stattfinden, die beim insolventen TV-Gerätehersteller Loewe in Kronach einsteigen möchten. Auch werde über Fördermittel diskutiert, um Loewe wieder flott zu bekommen.

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Der Fernsehgeräte-Hersteller Loewe in Kronach ist insolvent. Über einen Neustart der Produktion von hochwertigen TV-Geräten in Oberfranken soll es heute (05.12.19) ein Gespräch mit Investoren in der Staatskanzlei geben. Die Staatsregierung in München wollte den Termin nicht bestätigen. Nach Informationen des Bundestagsabgeordneten Hans Michelbach (CSU), der das Treffen angeregt hatte, finde das Gespräch jedoch statt. Auch der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Florian Herrmann, nimmt teil, heißt es.

Mehrere Investoren im Rennen

Laut Insolvenzverwalters Rüdiger Weiß gebe es zwei Investoren, die als Bieter um die Markenrechte von Loewe im Rennen seien. Der Insolvenzverwalter selbst sei nicht zu dem Treffen in der Münchner Staatskanzlei eingeladen, heißt es. Sollten sich weitere Bieter finden, könne das nur von Nutzen sein.

Neustart mit 30 Beschäftigten geplant

Nach eigenen Angaben will die Skytec-Gruppe mit Sitz in Zypern und der Slowakei die Markenrechte von Loewe erwerben und den Standort Kronach wiederbeleben. Man könne sich vorstellen, rund 30 Arbeitsplätze in der Entwicklung, der Forschung, der Verwaltung und dem Vertrieb zu schaffen. Eine Garantie dafür gibt Skytec aber nicht, sagte Pressesprecher Jean Marc Behle dem BR. Die Produktion von Elektronikgeräten soll es in Kronach nicht mehr geben, so der Skytec-Pressesprecher. Zum Gespräch in München sei Skytec nicht eingeladen worden.

Auch Hisense aus China zeigte Interesse

Der zweite Bieter um die Markenrechte von Loewe ist der Elektronikkonzern Hisense aus China. Der Technikriese war einer der größten Lieferanten für Loewe und hatte schon bei der Insolvenz 2013 Interesse an dem oberfränkischen Fernsehgeräteproduzenten. Hisense wolle nach Angaben des Abgeordenten Michelbach den Standort in Kronach und damit auch Arbeitsplätze erhalten.

Staatliche Fördergelder notwendig

Unbestätigt bleibt die Information, wonach Hisense 18 Millionen Euro investieren wolle und rund drei Millionen Euro staatliche Förderung benötige. Letztendlich entscheidet über die Zukunft von Loewe die Gläubigerversammlung mit dem Hauptgläubiger, der Investmentgesellschaft Riverrock mit Sitz in London. Der Insolvenzverwalter rechnet mit einer endgültigen Entscheidung noch vor Weihnachten. Bei Loewe arbeiten derzeit noch 15 Mitarbeiter, die mit Abwicklungsarbeiten beschäftigt sind.