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Insektenvielfalt im Bayerischen Wald überrascht Biologen | BR24

© pa/dpa

Honigbiene auf einer Diestel

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    Insektenvielfalt im Bayerischen Wald überrascht Biologen

    Der Nationalpark Bayerischer Wald ist ein Refugium für seltene Tier- und Insektenarten. Das hat sich jetzt bei einem weltweit laufenden Projekt bestätigt. Selbst Biologen sind von der Vielfalt überrascht.

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    Wie die Zoologische Staatssammlung München und die Nationalparkverwaltung heute gemeinsam bekannt gaben, wurden hier im Zuge eines internationalen Insektenfang-Projekts über 2.500 Insektenarten genetisch erfasst - und das in einer einzigen Falle.

    Die sogenannte Malaise-Falle, ein zeltartiges Gebilde, wurde im Sommer 2012 fünf Monate aufgestellt. Fast 30.000 Insekten wurden darin gesammelt. Biologen konnten 2.530 Arten nachweisen, darunter teilweise sehr seltene, wie zum Beispiel die mikroskopisch kleine Erzwespe. Diese Artenvielfalt, die jetzt bei der Auswertung klar wurde, hat selbst Experten überrascht.

    Optimaler Standort

    Die Falle im Nationalpark ist eine von weltweit 50 Fallen, die 2012 aufgestellt wurden. Für Mitteleuropa war der Nationalpark Bayerischer Wald als optimaler Standort ausgewählt worden.

    Initiator des internationalen Insektenfang-Projekts ist ein kanadischer Forscher, der das Ziel hat, alle Tierarten weltweit genetisch zu erfassen. Aus dem Projekt sollen auf der ganzen Welt insgesamt rund eine Million Insektenproben genetisch erfasst werden.

    Im Nationalpark Bayerischer Wald leben nach Expertenschätzungen über 7.000 verschiedene Insektenarten. Viele davon sind andernorts nicht mehr nachzuweisen.