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Symbolische Schlüsselübergabe an die neue gegründete bayerische Grenzpolizei
© BR / Katharina Häringer
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Symbolische Schlüsselübergabe an die neue gegründete bayerische Grenzpolizei

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann und der Direktor der bayerischen Grenzpolizei, Alois Mannichl, ziehen am Vormittag öffentlich Bilanz zur neu eingeführten Grenzpolizei. Seit Juli vergangenen Jahres sind an den Grenzen zu Österreich und zu Tschechien insgesamt 500 Beamte im Einsatz.

Grenzpolizei nicht unabhängig

Dabei arbeitet die Grenzpolizei eng mit der Bundespolizei zusammen. Die Landespolizei darf an den Grenzen nämlich nicht selbst tätig werden - dafür ist laut Verfassung der Bund zuständig. Seit Juli stimmen sich die Beamten jetzt ab - laut der Bundespolizei in Rosenheim klappt das sehr gut. Die Hauptarbeit an den großen Grenzübergängen übernehmen die Bundespolizisten.

Große Erfolge bei der Schleierfahndung

Die Beamten der bayerischen Grenzpolizei kontrollieren vor allem in einem 30 Kilometer breiten Streifen hinter der Grenze. Einen ihrer größten Erfolge konnten sie bei dieser sogenannten Schleierfahndung erzielen - und zwar nicht im Süden, sondern an der Grenze zu Tschechien. Dort wurde ein Mann mit einem Kilogramm Amphetamin und etwa 7.000 Ecstasy-Tabletten im Auto erwischt.

Auch illegale Einreisen fielen meistens bei der Schleierfahndung auf - 203 Fälle waren es etwa zwischen Juli und September.

Schutz vor illegaler Migration macht nur kleinen Anteil aus

Die bayerische Grenzpolizei hat in den ersten sechs Monaten seit ihrer Gründung 37 Schleuser gefasst und 696 unerlaubte Einreisen festgestellt. Der Schutz vor illegaler Migration macht in der Halbjahresstatistik der neuen Polizeieinheit damit nur einen kleinen Anteil aus. Die Beamten verzeichneten rund 12.000 Straftaten, Verkehrsdelikte und Fahndungstreffer.