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Innenminister Herrmann lobt Waldbrandbekämpfung in Bayern | BR24

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Auch Bayern Wälder leiden unter immer heißeren, trockenen Sommern. Nicht nur die Gesundheit der Bäume leidet, in vielen Regionen steigt auch die Waldbrandgefahr. Innenminister Herrmann informierte heute, wie Bayern für deren Bekämpfung gerüstet ist.

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Innenminister Herrmann lobt Waldbrandbekämpfung in Bayern

In Bayern gibt es vergleichsweise wenig Waldbrände. Laut Innenminister Herrmann liegt das auch an der guten Luftüberwachung und der hohen Aufmerksamkeit der Bürger. Der Brandschutz habe eine immer größer werdende Bedeutung.

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2018 gab es in Bayern 132 Waldbrände. Der Freistaat sei damit trotz des flächenmäßig hohen Waldbestands und des sehr trockenen Sommers aber im Vergleich zu anderen Ländern glimpflich davongekommen, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag bei seinem Besuch in der Staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried bei München.

"Ein wesentlicher Grund dafür sind neben den Luftbeobachtern mit ihren 150 Flugzeugen unsere aufmerksamen Bürgerinnen und Bürger." Innenminister Joachim Herrmann

Neue Digitalfunkgeräte angeschafft

Um bei Waldbränden schnell reagieren zu können, habe der Freistaat an zwölf Feuerwehrstandorten in den Jahren 2013 bis 2017 für rund fünf Millionen Euro Hochleistungspumpen beschafft. Ferner sei die Luftrettungsstaffel Bayern, die Waldbrände meist schon in der Entstehungsphase bei Beobachtungsflügen erkenne, mit neuen Digitalfunkgeräten ausgestattet worden.

Feuerwehr hat keine Hubschrauber für große Löschfässer

Doch es gibt eine Reihe von Problemen für den Brandschutz, etwa bei der Größe der Wasserbehälter. Die großen Löschfässer mit einem Volumen von 5.000 Litern Wasser können nur von Hubschraubern der Bundeswehr geflogen werden. Die Polizeihubschrauber wurden mit kleineren Behältern, sogenannten Bambi Buckets ausgestattet, die für den Ersteinsatz gedacht sind.

Bayerische Flughelfergruppen koordinieren Löscharbeiten

Allein fünf Millionen Euro ließ sich der Freistaat spezielle Hochleistungspumpen kosten, die an zwölf Standorten in Bayern einsatzbereit sind. Sie dienen dem Transport von großen Wassermengen über lange Entfernungen zu einem Brandherd.

In der Feuerwehrschule Geretsried erläuterte Hermann auch die Ausbildung und Arbeit sogenannter Flughelfergruppen. Die gibt es bisher nur in Bayern. Sie koordinieren im Falle eines Waldbrands das Betanken der Wasserbehälter der Hubschrauber und das Löschen aus der Luft. Rund 320.000 Frauen und Männer engagieren sich ehrenamtlich bei etwa 7.700 Feuerwehren im Land.

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Innenminister Herrmann in der Feuerwehrschule in Geretsried bei München.

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Innenminister Herrmann in der Feuerwehrschule in Geretsried bei München.

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Waldbrandbekämpfungsgerät in der Feuerwehrschule in Geretsried bei München.

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Waldbrandbekämpfungsgerät in der Feuerwehrschule in Geretsried bei München.