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Innenminister Herrmann kritisiert Spahns Notfall-Reformpläne | BR24

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Bayern hat Bedenken gegen den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Spahn. So müsse die Finanzierung geklärt werden. Die Zuständigkeit für die Rettungsdienste sollten auch dort verbleiben.

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Innenminister Herrmann kritisiert Spahns Notfall-Reformpläne

Bundesgesundheitsminister Spahn will die Notaufnahmen und Rettungsdienste entlasten. Dazu hat er heute Vorschläge präsentiert. Bayerns Innenminister Herrmann begrüßt den Entwurf grundsätzlich, zeigt sich aber bei einer Reihe von Punkten skeptisch.

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Im Rundschau Magazin im BR Fernsehen sagte Joachim Herrmann, an manchen Stellen griffen die Vorschläge zu stark in das aktuelle System ein, etwa bei den Rettungsdiensten. Die werden bisher von Städten und Landkreisen organisiert und das soll nun auch Sache des Bundes werden:

"Hier wird in die vorhandenen Strukturen ohne Not eingegriffen und dafür können wir uns nicht begeistern." Innenminister Joachim Herrmann, CSU

Rettungsfahrten auf Kosten der Bundesländer?

Auch den Vorschlag Spahns, dass die Kosten von Rettungsfahrten künftig von den Bundesländern statt von den Krankenkassen übernommen werden sollen, um unnötige Transporte zu verringern, lehnt Herrmann ab: "Das wird die große Mehrzahl der Länder überhaupt nicht einsehen."

Herrmann: Mehr Bereitschaftsärzte auf dem Land

Laut dem Innenminister müsste noch ein ganz anderes Problem endlich gelöst werden: mehr Bereitschaftsärzte auf dem Land.

"Wir haben da oder dort Probleme, genügend Notärzte zu finden, nicht überall in Bayern, aber in manchen Gebieten. Das ist auch eine Frage der Honorare." Innenminister Herrmann, CSU

Notaufnahmen beklagen Überlastung

Viele Kliniken klagen darüber, dass ihre Notaufnahmen überlaufen sind von Patienten, die häufig keine akute Behandlung benötigten. Nach dem Willen des Bundesgesundheitsminister soll darum künftig eine zentrale Rettungsstelle entscheiden, ob ein Patient in einer Klinik oder ambulant behandelt werden muss.

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Seit mindestens zehn Jahren sind die Ambulanzen der Kliniken überlastet - vor allem in den Ballungsräumen. Eine Ersteinschätzung per Telefon kann da nur helfen und sogar lebensrettend sein.