BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Innenminister Herrmann will Videoüberwachung in Bayern ausbauen | BR24

© BR/Claudia Grimmer

Bei seinem traditionellen Weihnachtsbesuch der Polizeiinspektion in Erlangen forderte Bayerns Innenminister Herrmann mehr Videoüberwachung an Kriminalitäts-Brennpunkten in Bayern. Besonders bei Bus und Bahn habe sich diese bewährt.

40
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Innenminister Herrmann will Videoüberwachung in Bayern ausbauen

Bei seinem traditionellen Weihnachtsbesuch der Polizeiinspektion in Erlangen forderte Bayerns Innenminister Herrmann mehr Videoüberwachung an Kriminalitäts-Brennpunkten in Bayern. Besonders bei Bus und Bahn habe sich diese bewährt.

40
Per Mail sharen
Teilen

Mehr Polizei in den Innenstädten und mehr Videoüberwachung - mit diesen Forderungen reagierte die Staatsregierung auf die Gewalttat in Augsburg, bei der ein 49-jährigen Mann zu Tode kam, und die Messerattacke in München, bei der ein Polizist schwer verletzt wurde.

Herrmann für mehr Videoüberwachung in Bayern

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat diese Forderungen erneut bekräftigt, als er am 24. Dezember die Polizeidienststellen in Erlangen und im benachbarten Uttenreuth in Mittelfranken besuchte.

Herrmann sprach sich unter anderem für mehr Videoüberwachung aus. Im Januar werde dem Kabinett ein entsprechendes Konzept vorgelegt. Es gehe dabei nicht darum, die Videoüberwachung an jeder Straßenecke zu installieren, sagte der Innenminister, sondern sie gezielt an sogenannten Kriminalitäts-Brennpunkten auszubauen.

Besonders im Öffentlichen Nahverkehr habe sich zum Schutz der Bevölkerung die Überwachung bewährt. Bayern sei dabei im Gespräch mit dem Bund, um über konkrete Ausbaupläne auf großen Bahnhöfen zu beraten.

Steigende Einsatzzahlen durch Demos, Sicherheitsvorkehrungen und Seriendelikte

Beim Treffen des Innenministers mit Polizeibeamten in Erlangen kamen auch die steigenden Einsatzzahlen zur Sprache. Erlangen sei zwar statistisch gesehen die zweitsicherste Stadt in Deutschland, doch immer mehr Beamte seien auch hier beispielsweise durch Demonstrationen der "Fridays for Future"-Bewegung, der Proteste von Extinction Rebellion oder der besonderen Sicherheitsvorkehrungen von bestimmten Einrichtungen gebunden, so Peter Kreisel, Leiter der Polizeiinspektion in Erlangen.

Auch Seriendelikte würden zunehmend Personal fordern. Alleine bei einer Einbruchsserie in in diesem Jahr mussten in Erlangen 10.000 Überwachungsstunden geleistet werden, um dann die international agierende Bande festzunehmen.

Strafverschärfung bei Gewalt gegen Einsatzkräfte

Ein immer größeres Problem sei die Aggressivität gegenüber Beamten. Hier wurden bereits die Strafen verstärkt. CSU-Politiker Herrmann forderte die Justiz auf, die beschlossene Strafverschärfung bei Gewalt gegen Einsatzkräfte auch umzusetzen. Das müsse sich auch in Urteilen bemerkbar machen.

Ungeachtet der jüngsten Gewalttaten sei das Sicherheitsniveau in Bayern aber weiter gestiegen, hatte Herrmann nach einer Kabinettssitzung Anfang Dezember betont. Auch der Trend für 2019 sehe so aus, dass die Gesamtkriminalität weiter zurückgehe.

Dienstuniformen in besserer Qualität

Positives konnte der Innenminister zum Abschluss des Gespräches noch über die Dienstkleidung berichten. Ein Programm sei bereits gestartet worden, mit dem Ziel, die Hosen und Hemden der neuen Uniformen noch einmal zu überprüfen und gegebenenfalls bei der Qualität nachzubessern.