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Ingolstadt: Doch keine Plädoyers im Tiefgaragenprozess | BR24

© dpa / Lino Mirgeler

Fassade des Landgerichtes Ingolstadt.

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    Ingolstadt: Doch keine Plädoyers im Tiefgaragenprozess

    Im Prozess am Landgericht Ingolstadt um den Mordversuch in einer Ingolstädter Tiefgarage wird heute - anders als ursprünglich geplant - doch nicht plädiert. Stattdessen läuft die Beweisaufnahme weiter.

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    Im Tiefgaragenprozess am Landgericht Ingolstadt wird heute, anders als geplant, noch nicht plädiert. Stattdessen läuft die Beweisaufnahme weiter. Auch am Freitag (18. Oktober), dem Tag, an dem eigentlich bereits das Urteil gesprochen werden sollte, wird die Beweisaufnahme fortgesetzt.

    Entsprechend verschieben sich Plädoyers und Urteilsverkündung. Die Termine dafür stehen noch nicht fest. Am heutigen Dienstag präsentiert die Polizei eine erneute Auswertung des Handys eines der Angeklagten. Für den 18.10.2019 sind mehrere Zeugen geladen.

    Opfer konnte schwer verletzt entkommen

    Der Tathergang liest sich wie ein Krimi: Zwei maskierte Täter. Ein Kopfschuss und drei weitere Treffer. Der Tatort: Eine Tiefgarage in Ingolstadt. Die Tatzeit: Zwei Stunden vor Mitternacht im März 2018. Das Opfer: Ein Wirt aus Ingolstadt. Er konnte schwer verletzt entkommen.

    Seit fast 1,5 Jahren sitzen ein 47-jähriger und 56 Jahre alter Mann, beide aus Würzburg, in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hält sie für die Täter.

    Motiv wohl Eifersucht

    Laut Anklage haben sie dem Ingolstädter Wirt heimtückisch aufgelauert, ihn geschlagen und vier Mal auf ihn geschossen. Nicht aus Geldgier - das Motiv ist wohl bei einer Frau zu suchen, die die Geliebte des Opfers war und eben auch die eines der Angeklagten. Weil aber das Opfer seine Angreifer nur maskiert in einer Tiefgarage gesehen hat, bleibt vieles im Dunkeln.

    Die Angeklagten bestreiten die Tat

    Für die Täterschaft der Würzburger spricht, dass ihre Handys in einem nahen Funkmasten eingeloggt waren. Doch die beiden Angeklagten bestreiten jegliche Tatbeteiligung. Eigentlich sollte das Urteil bereits Anfang August fallen. Doch um die Lage zu klären, hat das Gericht noch zusätzliche Termine zur Beweiserhebung anberaumt.