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Bildrechte: picture alliance/dpa | Peter Kneffel

Eine Heilpraktikerin aus Schrobenhausen und ein Unternehmer aus Ingolstadt sollen das große Geschäft gemacht haben – mit einem unwirksamen Krebsmittel. Heute sagen Zeugen aus.

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Ingolstadt: Betrugs-Prozess um unwirksames Krebsmittel

Derzeit verhandelt das Landgericht Ingolstadt einen spektakulären Betrugsfall: Eine Heilpraktikerin aus Schrobenhausen und ein Unternehmer aus Ingolstadt sollen mit einem unwirksamen Krebsmittel das große Geschäft gemacht haben.

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Von
  • Daniela Olivares

Seit Mitte Juni verhandelt das Landgericht Ingolstadt den Prozess um das wirkungslose Krebsmittel BG MUN. Bereits zum Prozessauftakt war extra ein Familienvater aus Niedersachsen angereist. Er wird neben weiteren Zeugen heute aussagen. Seine Frau brachte den Fall gegen die Heilpraktikerin und den Unternehmer ins Rollen. Vor zwei Jahr starb die Frau an ihrem Krebsleiden. Ihr Fall ist nur einer von vielen. Insgesamt wirft die Staatsanwaltschaft den beiden Angeklagten Betrug in 70 Fällen vor.

Prozess umfasst rund 40 Termine

Gemeinsam sollen die beiden die Not der kranken Menschen ausgenutzt und ihnen eine nutzlose Flüssigkeit zu horrenden Preisen verkauft haben. Laut Staatsanwaltschaft versprach sie manchen ihrer Patienten eine "99,9-prozentige Heilung innerhalb von drei Monaten". In Wirklichkeit, so die Staatsanwaltschaft weiter, verfüge das Präparat über keine pharmakologische Wirkung. Der Prozess umfasst insgesamt rund 40 Termine. Ein Urteil wird erst im nächsten Jahr erwartet.

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