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Ingenieure fordern neue Schneelastzonen für Hausdächer | BR24

© picture alliance / Daniel Karmann/dpa

Ingenieure fordern neue Schneelastzonen für Hausdächer

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    Ingenieure fordern neue Schneelastzonen für Hausdächer

    Zu viel Schnee hat schon Dächer zum Einsturz gebracht. Viele Dächer in Oberbayern sind aber weit massiver gebaut als nötig - aufgrund einer veralteten Norm. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hätte man sich Geld sparen können. Von Simon Plentinger

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    In zwei Drittel der untersuchten Gemeinden stimmt die so genannte Schneelastnorm wohl nicht mit den realen Schneemengen überein. Das hat Statiker Wolfgang Schwind herausgefunden. Der Mittenwalder hat zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst sieben bayerische Landkreise untersucht. Sein Ergebnis: Wenn sich Bau und Sanierung der Dächer an den realen Schneemengen orientieren, werden Dächer in Oberbayern billiger, in Niederbayern teurer.

    Dächer im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu massiv

    Häuslebauer im Landkreis Garmisch-Partenkirchen haben laut Schwind ihre Dächer massiver und dadurch teurer gebaut als eigentlich nötig. Grund ist eine Norm aus dem Jahr 2005, die festschreibt, wie viel Schnee das Dach aushalten muss. Und die stimmt offenbar in weiten Teilen nicht, wie sich jetzt herausgestellt hat.

    Rund um Passau müssten die Dächer stabiler sein

    Mehr Schnee als in der Norm berechnet fällt dagegen im Landkreis Passau. Hier sollten Dächer nach Ansicht des Statikers stabiler gebaut werden, damit die Dächer den tatsächlichen Schneemengen Stand halten. Jetzt sollen die Landratsämter die Neuberechnung umsetzen. Um Geld zu sparen, aber auch um die Häuser sicherer zu machen.