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Lage in Bayerns Corona-Hotspots verschärft sich weiter | BR24

© picture alliance / Felix Hörhager/dpa

Infektionszahlen in Bayerns Corona-Brennpunkten steigen deutlich. Im Bild Rosenheim.

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    Lage in Bayerns Corona-Hotspots verschärft sich weiter

    Memmingen, Rosenheim sowie die Landkreise Regen und Fürstenfeldbruck: Die Lage in den bayerischen Corona-Hotspots bleibt weiter angespannt. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind die Inzidenzwerte weiter gestiegen.

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    In Bayern gelten aktuell Rosenheim, Memmingen sowie die Landkreise Regen und Fürstenfeldbruck als Corona-Hotspots. Die Lage hat sich hier laut Robert-Koch-Institut (RKI) von Samstag auf Sonntag nochmals verschärft. So waren im Landkreis Fürstenfeldbruck am Samstag noch 51,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gemeldet worden, heute sind es 64,3. In Rosenheim liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 70,8 – am Vortag lag der Wert bei 67,7. In Memmingen stieg der Wert von Samstag auf Sonntag von 54,4 auf 56,7.

    Die Zahlen vom Sonntag stammen vom Robert Koch-Institut, die Vergleichswerte vom Samstag vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit, das am Sonntag keine aktuellen Werte veröffentlicht. Im Landkreis Regen blieb die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI konstant hoch bei 60,7, nach Berechnung des Landratsamts ist der Wert aber inzwischen sogar über 70 gestiegen. "Unsere Befürchtungen sind leider eingetroffen", sagte ein Sprecher.

    Immer mehr Städte reißen Corona-Obergrenze

    Bundesweit gelten immer mehr Städte als Corona-Hotspots. In Stuttgart liegt der Inzidenzwert laut RKI mittlerweile bei 50,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Außerdem liegen Berlin, Bremen, Essen, Frankfurt und Köln über dem Grenzwert. München liegt mit 48,6 nur noch knapp unterhalb der kritischen Schwelle.

    Bund und Länder haben vereinbart, dass es ab 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern neue Beschränkungen geben soll. Dazu gehören etwa die Erweiterung der Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, gegebenenfalls Sperrstunden und Alkoholbeschränkungen für die Gastronomie sowie Teilnehmerbeschränkungen für Veranstaltungen und private Feiern.

    Verschärfte Regeln in den bayerischen Corona-Hotspots

    In den bayerischen Hotspots wurde auf das Infektionsgeschehen bereits reagiert: So gelten in Rosenheim seit Samstag strengere Corona-Bestimmungen. Im öffentlichen Raum sowie auf Privatgrund dürfen sich nur noch höchstens fünf Personen als Gruppe aufhalten. An Feiern in privaten Räumen dürfen maximal 25 Menschen teilnehmen, das gilt auch für öffentliche Veranstaltungen. Verstöße können eine Geldbuße von bis zu 25.000 Euro nach sich ziehen.

    Sperrstunde im Landkreis Regen

    Im Landkreis Regen gelten ab Montag verschärfte Regeln: So darf es bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nur noch 25 Teilnehmer geben, im Freien ist der Kreis auf maximal 50 Personen beschränkt. Dies gelte für alle Feierlichkeiten wie Hochzeiten, Beerdigungen und Geburtstage. Weitere Maßnahmen: Eine Sperrstunde in der Gastronomie, von 23 Uhr bis 6 Uhr dürfen keine Speisen oder Getränke zum Verzehr vor Ort abgegeben werden. Außerdem gilt eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 5. Klasse sowie eine Besucherbeschränkung in Heimen und Kliniken.

    "Auf die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen achten"

    In Memmingen handele es sich um Infektionen im familiären Bereich, teilte eine Stadtsprecherin mit. Das Infektionsgeschehen sei nicht klar eingrenzbar. "Wir werden immer auf die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen achten, sollten Einschränkungen notwendig werden", betonte Oberbürgermeister Manfred Schilder (CSU). Die schwäbische Stadt hatte schon zuvor ihre Corona-Regeln verschärft und unter anderem die Zahl bei Feiern, Vereins- oder Parteisitzungen auf höchstens 50 Teilnehmer begrenzt. Von Festen in Privaträumen mit mehr als 25 Menschen wurde dringend abgeraten.

    Fast 3.500 Neuinfektionen in Deutschland

    Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen 3.483 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am vergangenen Sonntag lag die Zahl noch bei 2.279.

    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,42 (Vortag: 1,34). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

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