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Infektiologe: Wenig Fortschritt bei Corona-Patientenbehandlung | BR24

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Die Forschung zur Behandlung von Corona-Patienten macht derzeit nur wenig Fortschritte sagt der Infektiologe Bernd Salzberger. Bei einer Krankheitswelle habe man keine wirksamen Therapien.

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Infektiologe: Wenig Fortschritt bei Corona-Patientenbehandlung

Die Forschung zur Behandlung von Corona-Patienten macht derzeit nur wenig Fortschritte sagt der Infektiologe Bernd Salzberger. Bei einer Krankheitswelle habe man keine wirksamen Therapien. Hoffnung setzt der Infektiologe in einen Impfstoff.

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Von
  • Meike Föckersperger
  • BR24 Redaktion

Die Forschung zur Behandlung von Corona-Patienten macht nach Ansicht von Infektiologe Bernd Salzberger vom Uniklinikum Regensburg derzeit nur wenig Fortschritte. "Wir haben da noch nichts dramatisch Gutes herausgefunden", sagte Salzberger dem BR. Man sei bei der Behandlung von Covid-19-Patienten nur wenig weiter als im Frühjahr.

Forschung bei Impfstoff schneller als bei Behandlung

Der Fortschritt in der Corona-Behandlung gehe also langsamer vorwärts, als der Fortschritt bei der Impfung, so Salzberger. Er rechne mit einer neuen Krankheitswelle. Und wenn die komme, dann gebe es derzeit keine sicheren und wirksame Therapien.

Hoffnung auf Impfstoff Anfang nächsten Jahres

Die gute Nachricht dieser Woche ist für Salzberger aber, dass es wohl bald eine Impfung gegen Corona geben wird. "Wir haben aus der ersten Impfstudie gehört, dass eine Impfung wirkt. Das ist das Allerwichtigste."

Insgesamt seien elf Impfungen schon in Phase drei einer Wirksamkeitsstudie. Mit ganz großer Sicherheit werde man Anfang nächsten Jahres impfen können, sagte der Infektiologe dem BR.

Salzberger sieht Lockdown falsch begründet

Der Lockdown wird aus Sicht des Infektiologen falsch begründet: "Das eigentliche Ziel ist nicht, das Gesundheitssystem zu schonen. Wir sind schon bereit, zu kämpfen und zu arbeiten." Es gehe aber darum, Infektionen zu verhindern, damit Menschen nicht krank werden und sterben. Natürlich sei es aber auch so, dass bei steigender Zahl von Krankheits- und Todesfällen das Gesundheitssystem irgendwann überlastet werde.

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