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Infektiologe lobt Einigung auf regionale Corona-Maßnahmen | BR24

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Der Infektiologe Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg hat die von Bund und Länder beschlossenen Corona-Maßnahmen als "Schritt in die richtige Richtung" bezeichnet.

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Infektiologe lobt Einigung auf regionale Corona-Maßnahmen

Der Regensburger Infektiologe Bernd Salzberger hat die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen als "Schritt in die richtige Richtung" bezeichnet. Die Epidemie entwickle sich in jedem Bundesland anders, sagte der Experte im BR-Interview.

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Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg, hat die Bund-Länder-Einigung auf gezielte, regionale Anti-Corona-Maßnahmen als "Schritt in die richtige Richtung" gelobt. Bund und Länder hatten sich am Dienstag auf regionale Gegenmaßnahmen verständigt, wenn die Neuinfektionszahlen in Landkreisen bestimmte Schwellenwerte übersteigen. Dann soll es in diesen Regionen etwa Beschränkungen bei der Teilnehmerzahl von privaten Feiern geben.

Epidemie entwickelt sich regional unterschiedlich

Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte Salzberger: "Im Osten, in Mecklenburg-Vorpommern, ist die Epidemie ganz, ganz anders als in Bayern, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen." Deswegen sei es sinnvoll, angepasste Regeln zu haben, die in Kraft treten, wenn die Epidemie bestimmte Grenzwerte zeigt, so der Experte.

Infektiologe: Reiserückkehrer Hauptgrund für Neuinfektionen

Die zuletzt steigende Anzahl an Corona-Neuinfektionen betrachtet Salzberger mit Sorge: "Mich beunruhigen diese Zahlen schon, mich beunruhigen diese Zahlen aber nicht so sehr wie im März, weil die Steigerung ist sehr viel langsamer." Als Grund für den Anstieg sieht der Infektiologe nicht nur den Herbst und die Tatsache, dass wir uns wieder mehr in geschlossenen Räumen aufhalten. Die meisten Infektionen würden Reiserückkehrer verursachen.

"Das kommt von außen rein und verbreitet sich dann hier explosionsartig, vor allem bei privaten Feiern." Bernd Salzberger, Infektiologe am Universitätsklinikum Regensburg

Neuinfektionen gut im Auge behalten

Salzberger mahnte daher an, die Neuinfektionen gut im Auge zu behalten. Irgendwann könne man an einen kritischen Punkt kommen. Dann müsse auch die Politik reagieren und noch strengere Maßnahmen beschließen. Salzberger verwies in dem Zusammenhang auf die Niederlande, wo bei privaten Feiern nur noch drei Gäste zugelassen sind.