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In Zeiten von Corona: Ergonomische Bürostühle sind gefragt | BR24

© Daupin office interiors GmbH & Co. KG

Büromöbel-Hersteller wie Dauphin erleben einen Run auf ihre Stühle.

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    In Zeiten von Corona: Ergonomische Bürostühle sind gefragt

    Auf der Couch, am Küchentisch oder sogar im Bett: Seit Corona arbeiten viele im Homeoffice. Die wenigsten haben rückengerechte Arbeitsplätze. Das beschert Büromöbel-Herstellern wie Dauphin aus Offenhausen ein neues Geschäftsfeld.

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    Ein Bürostuhl nach dem anderen fährt auf einem Fließband bei Dauphin in Offenhausen (Lkr. Nürnberger Land) in Richtung Versand. 1.500 Stühle in allen Farben und Formen, mit und ohne Rollen verlassen das Werk des Büromöbelherstellers pro Tag. Von Offenhausen aus, werden sie in die ganze Welt verschickt.

    Homeoffice als neues Geschäftsfeld

    Aber auch Dauphin kämpft mit den Folgen der Corona-Pandemie. Aktuell ist ein Teil der rund 300 Mitarbeiter in Offenhausen in Kurzarbeit.

    "In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Büromöbel nicht an erster Stelle auf der Einkaufsliste von Unternehmen." Jochen Ihring, Geschäftsführer von Dauphin.

    Aber für den mittelfränkischen Büromöbelhersteller hat sich ein neues Geschäftsfeld aufgetan: das Homeoffice.

    Unternehmen statten Mitarbeiter aus

    Immer mehr Firmen statten ihre Mitarbeiter auch Zuhause mit ergonomischen Bürostühlen aus. Vor kurzem hat zum Beispiel eine spanische Bank für alle ihre Mitarbeiter im Homeoffice Schreibtischstühle aus Offenhausen geordert. Und auch in Bayern bieten einige Unternehmen ihren Mitarbeitern an, ergonomische Sitzgelegenheiten günstiger zu erwerben, berichtet Geschäftsführer Ihring.

    © BR

    Bei Dauphin werden pro Tag rund 1.500 Stühle produziert.

    Rückenprobleme wegen falscher Stühle

    Im Homeoffice arbeiten viele Menschen einfach in der Küche und sitzen auf einem ungeeigneten Stuhl. Das kann auf Dauer zum Problem werden. Denn ein Stuhl hat den größten Einfluss auf die Sitzhaltung, sagt Heiko Henneberg. Er ist Ergonomie-Experte bei Dauphin. Die Folge: Rückenprobleme. Mitarbeiter fallen deswegen am Häufigsten aus. Ergonomische Sitzlösungen können laut Henneberg helfen, Rückenkrankheiten zu vermeiden.

    💡 Tipps für rückenschonendes Sitzen

    Die Sitzhöhe müsse so eingestellt werden, dass Ober- und Unterschenkel einen offenen Winkel ergeben, also mehr als 90 Grad, erklärt Heiko Henneberg. Die Armlehne soll so hoch sein, dass der Unterarm bequem darauf liegt. Ein guter Kontakt zur Rückenlehne sei ebenfalls wichtig - und die Lehne sollte beweglich sein, erklärt Henneberg.

    Homeoffice als Zusatzsparte

    Bis jeder den perfekten Stuhl für sich Zuhause hat, wird es wohl noch dauern, meint Dauphin-Geschäftsführer Jochen Ihring. "Wir sind noch zu früh in dieser Phase, als dass wirklich die Trendwende und das dauerhafte Arbeiten daheim umgesetzt wird und die Leute wirklich weg sind vom Küchenstuhl und auf einen ergonomischen Bürodrehstuhl umgestellt haben“, sagt Ihring. Der Trend Homeoffice, kann bei Dauphin in Offenhausen den Verlust durch die Corona-Krise zwar nicht aufwiegen. Dennoch ist es eine Zusatzsparte für den mittelfränkischen Büromöbelhersteller geworden.

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