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In Unterfranken werden zwei Wälder zu Naturwäldern | BR24

© picture alliance/Bildagentur-online

Symbolbild: Naturwald

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    In Unterfranken werden zwei Wälder zu Naturwäldern

    Zurück zur Natur: In Unterfranken werden ab sofort zwei Waldgebiete im Landkreis Haßberge und im Landkreis Würzburg forstwirtschaftlich nicht mehr genutzt. Das hat das Bayerische Land- und Forstwirtschaftsministerium bestätigt.

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    Das Waldgebiet südlich von Knetzgau liegt zwischen Zell am Ebersberg und Eschenau im nördlichen Steigerwald im Böhlgrund. Wörtlich heißt es vom Bayerischen Land- und Forstwirtschaftsministerium:

    "Mit 850 Hektar wird es zu einem der größten Waldschutzgebiete für Buchenmischwälder in Bayern. Ausgedehnte, unzerschnittene Wälder bedecken die vielfältige Landschaft aus Hügeln, steilen Hängen und Schluchten. Das bewegte Relief schafft die standörtliche Voraussetzung für eine große Vielfalt an Waldgesellschaften." Aus der Mitteilung des Bayerischen Land- und Forstwirtschaftsministeriums

    Der Naturwald Knetzberge-Böhlgrund schließt die Naturwaldreservate Mordgrund und Böhlgrund mit über 200 Hektar mit ein. Dort ist die forstliche Nutzung schon vor vielen Jahren eingestellt worden. In dem Gebiet liegen außerdem eine ganze Reihe von gesetzlich geschützten Biotopen.

    Seltene Tierarten wie Hirschkäfer und Mittelspecht

    Das zweite Gebiet in Unterfranken, der "Irtenberger Wald", liegt zwischen Kist und Altertheim südlich von Würzburg. Es ist rund 510 Hektar groß. Der Wald ist Teil des über 4.000 Hektar umfassenden Waldgebietes "Irtenberger- und Guttenberger Wald", das aufgrund seiner hohen waldökologischen Wertigkeit in das europäische Netzwerk Natura 2000 aufgenommen wurde. Die lange Laubwaldtradition mit vielen Mischbaumarten ist Grundlage für eine ungemein hohe biologische Vielfalt.

    Im Naturwald kommen nicht nur mehr Baumarten vor als im Nutzwald. Auch Tierarten, die man sonst eher selten entdeckt: Die Bechsteinfeldermaus zum Beispiel, der Mittelspecht, der Hirschkäfer und der Halsbandschnäpper. Sie alle seien an strukturreiche, reife Laubwälder angepasst, heißt es aus dem Ministerium.

    Bayernweit sind insgesamt 5.000 Hektar Wald als Naturwälder ausgewiesen. Die Waldgebiete liegen auch auf der Frankenalb bei Kelheim und in den Isar-Auwäldern zwischen München und Landshut.

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