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Kran und Baugerüst an einem Mehrfamilienhaus

Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen stieg von 1.227 im Jahr 2016 auf fast 1.400 Wohnungen im vergangenen Jahr, sagte Wirtschaftsreferent Michael Fraas (CSU) bei der Vorstellung des städtischen Wohnungsberichts. Trotzdem bleibe die Lage auf dem Wohnungsmarkt angespannt. Um den Anstieg der Mieten bremsen zu können, wäre es notwendig rund 3.000 neue Wohnungen pro Jahr zu bauen, sagte Fraas dem Bayerischen Rundfunk. Denn die Einwohnerzahl Nürnbergs steigt weiter.

Mehr Wohnungen für sozial Schwache

Derzeit leben in Nürnberg 532.000 Menschen, fast 3.000 mehr als im Vorjahr. Benötigt würden vor allem günstige Mietwohnungen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Sozialwohnungen massiv gesunken, weil viele alte Wohnungen aus der Sozialbindung fielen. Dieser Trend ist nun auf niedrigem Niveau gestoppt. Im vergangenen Jahr wurden 264 neue Sozialwohnungen gebaut, damit kann das Nürnberger Wohnungsamt gut 18.000 Wohneinheiten an sozial schwache Menschen vergeben, rund 100 mehr als im Vorjahr. Vor zehn Jahren lag die Zahl der geförderten Wohnungen noch bei mehr als 21.100.

Flächen für neue Wohnungen fehlen

Insgesamt haben Stadt und Freistaat im vergangenen Jahr fast 50 Millionen Euro für den geförderten Wohnungsbau in Nürnberg ausgegeben. Mit einem Sonderprogramm Wohnen reagiert die Stadt Nürnberg auf die wachsende Nachfrage. Auf zehn Flächen entstehen in den nächsten Jahren etwa 1.600 neue Wohnungen. Dennoch sei es schwer, im Stadtgebiet ausreichend Flächen für neue Wohnbauprojekte zu finden, sagte Fraas.