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Wegen der Stromkosten: E-Taxler in München verlieren die Lust | BR24

© Tanja Gronde / BR

Elektrotaxi an der Ladestation

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    Wegen der Stromkosten: E-Taxler in München verlieren die Lust

    Seit dem letzten Jahr hat sich die Stadt München die finanzielle Förderung von Etaxis auf die Fahnen geschrieben. Nun ändern die Stadtwerke ab April allerdings ihr Abrechnungssystem und heben gleichzeitig die Ladepreise für Etaxis empfindlich an.

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    Der bisherige Zeittarif an den Ladestationen fällt weg. Ab April wird dann exakt nach Menge abgerechnet. Dazu sind die Stadtwerke gesetzlich verpflichtet.

    300-prozentige Preiserhöhung im April

    Frei gewählt ist allerdings der neue Preis von 38 Cent pro Kilowattstunde. Der Münchner Elektrotaxi-Pionier Manfred Reiter ist empört:

    "Mit dem Zeittarif kostet mich eine volle Ladung ungefähr 11 Euro. Mit diesen 38 Cent kostet mich eine volle Ladung 38 Euro. Das ist eine fast 300-prozentige Preissteigerung. Das ärgert mich unheimlich. Da ist man Pionier und dann wird man, ich muss schon sagen, verarscht." Taxi-Unternehmer Manfred Reiter

    Und das, obwohl die Unterstützung der Elektromobilität im Masterplan zur Luftreinhaltung der Landeshauptstadt München an erster Stelle steht. Die Förderung von 20 Cent würde durch die neue Preiserhöhung zu einem Nullsummenspiel, so Taxiunternehmer Reiter. Was bliebe, seien ein hoher Anschaffungspreis und mehrstündige Ladezeiten für die Elektrotaxis.

    Reiters nächstes Taxi wird wieder ein Diesel

    Der Münchner Taxler betrachtet das Förderprogramm der Stadt München so als gescheitert an. Er sehe sich aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, einen neuen Diesel zu bestellen.