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Eigentlich läuft am Mittwoch beim Umtausch von Führerscheinen eine erste Frist ab. Auf den letzten Drücker wurde die Frist doch noch verlängert.

Bildrechte: dpa-Bildfunk/Andreas Arnold
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In der Oberpfalz sind noch viele alte Führerscheine in Umlauf

Viele Behörden in Bayern hinken beim Führerschein-Umtausch hinterher, deshalb wurde bei einer Innenministerkonferenz die Frist verschoben. Die Entscheidung kommt gerade recht: Auch in der Oberpfalz sind noch viele alte Führerscheine im Umlauf.

Von
Michael WagnerMichael WagnerBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Eigentlich läuft am Mittwoch beim Umtausch von Führerscheinen eine erste Frist ab, umgetauscht werden müssten die Dokumente der Jahrgänge 1953 bis 1958. Kurz vorher entschieden die Länder: Wer es bis dahin nicht schafft, muss erst einmal kein Bußgeld zahlen. Die neue Frist gilt bis zum 19. Juli dieses Jahres. Der Beschluss der Innenministerkonferenz kommt gerade recht. Vielerorts fehlen noch einige Umtausch-Anträge und die Behörden in der Oberpfalz und Niederbayern haben alle Hände voll zu tun, das bestätigten die Landratsämter auf BR-Anfrage.

Tausende Führerscheine noch nicht eingetauscht

Mit der ursprünglich geplanten Frist vom 19. Januar wäre es für viele Behörden in Niederbayern und der Oberpfalz knapp geworden. Im Landkreis Schwandorf geht es um rund 7.000 Führerscheine, die ausgetauscht werden müssen. Nach Stand vom Montag, 17. Januar, wurden aber erst knapp 400 Umtausch-Anträge gestellt.

Ähnlich ist die Lage in der Stadt Amberg: Es geht um rund 3.000 Führerscheine der Jahrgänge 1953 bis 1958. Erst 1.100 davon wurden bereits umgetauscht. Zunächst seien die Umtausch-Anträge nur sehr verhalten eingetroffen, so die Stadt. Aber seit Mitte Dezember sei der Andrang immens: Bis Ende März seien circa 500 Termine zur Antragstellung vergeben. Wer aktuell einen Antrag stellen will, muss mit einer Wartezeit von mehreren Wochen oder gar Monaten rechnen.

Belastung für Führerscheinstellen

Ähnlich geht es den Mitarbeitenden am Landratsamt Landshut. Der Umtausch der Führerscheine sei zunächst nur schleppend in Gang gekommen. Im Jahr 2020 und 2021 wurden insgesamt 2.300 Führerscheine aller Geburtenjahrgänge umgetauscht. Allein in diesem Jahr seien bereits mit Stand vom Montag 226 Anträge eingegangen, Tendenz steigend, die Führerscheinstelle sei sehr belastet, heißt es.

Landratsamt Deggendorf schickte Anträge per Post

Anders ist die Lage im Landkreis Deggendorf: Die jetzt vom Umtausch betroffenen Führerscheininhaberinnen und -inhaber, deren Fahrerlaubnisse am Landratsamt Deggendorf ausgestellt wurde, erhielten bereits Mitte letzten Jahres die Antragsunterlagen per Post. So konnten laut dem zuständigen Landratsamt bereits 2021 rund 4.000 Führerscheine umgetauscht werden.

Und auch im Landkreis Neumarkt geht es vorwärts: 85 Prozent der rund 5.000 registrierten Führerscheine seien bereits umgetauscht, so der Stand am Montag.

💡Hintergrund:

Eigentlich läuft am Mittwoch beim Umtausch von Führerscheinen eine erste Frist ab, umgetauscht werden müssten die Dokumente der Jahrgänge 1953 bis 1958. Das betrifft nicht nur die größeren aus Papier mit festgestanztem Foto - wie sie vorwiegend im letzten Jahrhundert ausgestellt wurden - sondern auch die im Scheckkartenformat, soweit sie vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden.

Mit dem von der Bundesinnenministerkonferenz beschlossenen Aufschub haben Führerscheininhaberinnen und -inhaber der Jahrgänge 1953 bis 1958 noch bis zum 19. Juli Zeit, ihren alten Führerschein in einen neuen EU-Kartenführerschein umzutauschen. Nächstes Jahr sind die Führerscheine der Geburtenjahrgänge 1959 bis 1964 fällig. Deren Umtauschfrist endet am 19. Januar 2023. Der Umtausch des alten Papierführerscheins in das neue fälschungssichere Scheckkartenformat kostet 25 Euro.

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