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In Bayern kann man jetzt Spion studieren | BR24

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James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag, (DIE ANOTHER DAY) GB-USA 2002, Regie: Lee Tamahori, PIERCE BROSNAN

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    In Bayern kann man jetzt Spion studieren

    Ob James Bond da den Abschluss geschafft hätte? Zwei Jahre dauert der neue Masterstudiengang MISS – "Intelligence and Security Studies". Angeboten wird er von der Bundeswehr-Uni Neubiberg zusammen mit der Hochschule des Bundes in Haar.

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    Wenn es James Bond tatsächlich gäbe, dann könnte er sich ab sofort mit einem Studium noch besser auf seine Arbeit als 007 vorbereiten: Am Montag ist der erste deutsche Masterstudiengang für Geheimdienste - unter dem Titel "Intelligence and Security Studies" (MISS) – an der Bundeswehr-Universität in Neubiberg und der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Haar im Landkreis München gestartet. 35 Studenten haben das neue Studium am Montag begonnen. Laut Bundeswehr-Universität zielt der zweijährige Studiengang auf die Verknüpfung von nachrichtendienstlichen und sicherheitsbezogenen Aspekten ab.

    Neue Ausbildung - ein Novum in Deutschland

    Jetzt können Mitarbeiter der Nachrichtendienste von Bund und Ländern gemeinsam mit Soldaten des militärischen Nachrichtenwesens der Bundeswehr ausgebildet werden. Die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung wird vorwiegend für die nachrichtendienstliche Ausbildung zuständig sein. Die Universität der Bundeswehr ergänzt die Ausbildung mit den Bereichen Big-Data-Analyse, Cyber-Sicherheit und internationale Politik. Verknüpft werden sollen damit vor allem nachrichtendienstliche und sicherheitsbezogene Aspekte, so ein Sprecher – sprich: es geht um Ausbildung und Forschung etwa zu Terrorismusbekämpfung, Verfassungsschutz, und ein Agent soll heute Grundkenntnisse haben von Bedrohungen übers Internet und Sicherheit im Netz. In allen Disziplinen sollen sich die Studierenden auch mit ethischen Fragen beschäftigen, wie es heißt.

    "Der Studiengang steht für eine neuartige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem militärischen Nachrichtenwesen der Bundeswehr und den Nachrichtendiensten des Bundes." Staatssekretär Johannes Geismann, Beauftragter der Bundesregierung für die Nachrichtendienste des Bundes

    Ziel sei unter anderem, die Professionalisierung der nachrichtendienstlichen Ausbildung und Forschung weiter voranzutreiben.