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Bayern schafft umstrittenes Beherbergungsverbot ab | BR24

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Auch Bayern lässt das umstrittene Beherbergungsverbot auslaufen. Ab morgen dürfen wieder Urlauber aus Corona-Brennpunkten in Hotels und Pensionen zu Gast sein. Für den bayerischen Wirtschaftsminister Aiwanger ein überfälliger Schritt.

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Bayern schafft umstrittenes Beherbergungsverbot ab

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, "wir belassen es dabei", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU).

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Mit der Entscheidung der Staatsregierung endet somit das Beherbergungsverbot mit Ablauf des Tages. Zur Begründung sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU), man setze darauf, dass die Länder die Beschlüsse der Bund-Länder-Vereinbarung aus dieser Woche umsetzten.

Herrmann betonte, dass das Beherbergungsverbot aber weiter im "Instrumentenkasten" für den Kampf gegen die Pandemie enthalten bleibe. Sollte es notwendig werden, könne es somit wieder angewendet werden. Da aber die Ferien in vielen der besonders von der Pandemie betroffenen Regionen bereits wieder vorbei seien, sei die derzeit aber auch weniger relevant.

Kein Konsens bei Treffen im Kanzleramt

Bund und Länder hatten am Mittwoch kein einheitliches Vorgehen beim Beherbergungsverbot finden können und eine endgültige Entscheidung auf Anfang November vertagt. Daraufhin hatten bereits einige Länder das Ende der Verbotsregelung angekündigt oder gar direkt umgesetzt, andere wie Nordrhein-Westfalen hatten die Vorschrift nie angewendet. In Baden-Württemberg hatte am Donnerstag ein Gericht das Beherbergungsverbot gekippt. In Mecklenburg-Vorpommern müssen dagegen Einreisende aus Corona-Hotspots mit hohen Neuinfektionszahlen zur Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen oder sich ansonsten in Quarantäne begeben.

Dehoga: Richtige und wichtige Entscheidung

Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga, sagte in einer ersten Reaktion, sie sei darüber sehr erleichtert. Die Entscheidung sei „richtig und wichtig“, so Inselkammer. Schließlich hätten mehrere Gerichte in anderen Bundesländern die Vorschrift gekippt. „Wir alle stehen für den Schutz der Mitarbeiter und Gäste." Sie hoffe, dass durch das Auslaufen der Regelung nun Gäste in Bayern wieder unbesorgter reservieren können. Bei ihrem Treffen am Mittwoch in Berlin hatten sich die Verantwortlichen von Bund und Ländern nicht auf ein gemeinsames Vorgehen beim Beherbergungsverbot einigen können.