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Ministerpräsident Markus Söder und Münchner OB Dieter Reiter im Münchner Impfzentrum in der Messestadt

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Impfzentrum München: Mobile Teams und Termine für Senioren

Das Münchner Impfzentrum in der Messe Riem ist startklar. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter haben das neu eingerichtete Impfzentrum besucht.

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Von
  • Birgit Grundner

Das Münchner Impfzentrum in der Messestadt Riem steht bereit für die ersten Impfungen. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und der Münchner OB Dieter Reiter haben dem neuen Impfzentrum einen Besuch abgestattet.

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Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Bevölkerung bei einer Besichtigung eines Impfzentrums in München um Geduld gebeten. Es werde seine Zeit dauern, sagte Söder.

Impfungen für 2.000 Personen am Tag

In den 20 Impfkabinen von Halle C3 können bis zu 2.000 Personen am Tag geimpft werden. Zunächst wird das Impfzentrum aber eher Basis für 20 mobile Teams sein, die von Riem aus zu Alten- und Behindertenheimen fahren und dort die Bewohner und die Beschäftigten impfen.

Auch medizinisches Personal in Krankenhäusern und ambulanten Pflegediensten haben höchste Priorität, ebenso Menschen über 80, die nicht in einem Heim leben. Sie bekommen einen Brief von der Stadt, wie sie sich für einen Termin im Impfzentrum anmelden können.

90.000 Impfdosen bei der ersten Lieferung für München

120.000 Menschen haben in München die höchste Prioritätsstufe. Mit der ersten Lieferung für einen Monat werden allerdings nur 90.000 Impfdosen erwartet. Es wird aber ständig nachgekauft: "Wir nehmen, was kommt, und wir verimpfen, was geht“, versicherte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder beim Ortstermin.

Zugleich appellierte er an die Menschen, sich auch impfen zu lassen. Er selbst, so sagte er, werde das notfalls "unter notarieller Aufsicht" tun, um Verschwörungstheorien über den Impfstoff zu widerlegen.

Söder bitte Bevölkerung bei Impfungen um Geduld

Zudem hat Söder die Bevölkerung mit Blick auf die bald beginnenden Corona-Impfungen eindringlich um Geduld gebeten. "Es wird alles getan, aber Fakt ist, es wird seine Zeit brauchen." Auch nach dem vorläufig angepeilten Ende des harten Lockdowns am 10. Januar werde das Leben nicht gleich wieder normal weitergehen können.

Das Virus werde nie mehr ganz verschwinden, betonte Söder. "Aber wir müssen es unter Kontrolle bringen, und im Moment ist es nicht unter Kontrolle". Viele Kliniken im Freistaat seien bereits am Limit.

Die Infrastruktur für die wahrscheinlich am 27. Dezember beginnenden Massenimpfungen stehe zwar inzwischen, doch die Produktionskapazitäten für den Impfstoff seien noch beschränkt. "Das wird eine große, zusätzliche Geduldsprobe werden für uns alle."

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Auch in München soll bald mit den Corona-Impfungen begonnen werden. Doch noch reiche der zur Verfügung gestellte Impfstoff nicht einmal für alle Menschen der Impf-Kategorie 1 aus, so Münchens Oberbürgermeister Reiter.

Kurz nach Besuch: Söder in Quarantäne

Kurz nach seinem Besuch im Impfzentrum hat sich Ministerpräsident Söder in Quarantäne begeben. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hat sich mit Corona infiziert.

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