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Impfzentrum in Würzburg: Bauarbeiten auf der Talavera beginnen | BR24

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Erste LKWs auf der Talavera in Würzburg.

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    Impfzentrum in Würzburg: Bauarbeiten auf der Talavera beginnen

    Großpraxis oder Kleinkrankenhaus, so könnte man das Hauptimpfzentrum auf der Würzburger Talavera nennen, sagt Kommunalreferent Wolfgang Kleiner. Auf 4.000 Quadratmetern entsteht ein zeltartiges Gebäude. Ein Großprojekt unter Zeitdruck.

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    Von
    • Carolin Hasenauer

    Elf Tage bleiben den Handwerkern noch, um das Hauptimpfzentrum für Stadt und Landkreis Würzburg auf der Talavera zu errichten. Aus dem Nichts müssen Strom- und Wasserversorgung, Heiz- und Lüftungstechnik organisiert werden. Dass die Wahl auf die Talavera fällt, war nicht von vornherein klar. "Aber andere Standorte geraten bei Größe oder Logistik irgendwo an ihre Grenzen. Im Prinzip muss man hier planen wie für eine Großpraxis oder ein Kleinkrankenhaus", sagt Würzburgs Kommunalreferent Wolfgang Kleiner.

    1.000 Impfungen pro Tag möglich

    Am 15. Dezember muss alles bereit sein für die ersten Impfungen. 1.000 sollen dann pro Tag geimpft werden können, so Wolfgang Kleiner. Wer zuerst eine Impfberechtigung erhält, dazu wisse er noch nichts. "Wir warten mit großer Spannung auf die Vorgabe von der Bundesregierung."

    Appell der Stadt: Parkplatz frei machen

    Das Hauptimpfzentrum wird auf dem südöstlichen Bereich der Talavera zwischen der Luitpoldstraße, der Mainaustraße und dem Talavera-Schlösschen aufgebaut. Dazu ist dieser Bereich schon ab dem 3. Dezember gesperrt. Die Stadt Würzburg appelliert deshalb, alle geparkten Autos dringend von der Talavera wegzufahren. "Leider stehen tagesaktuell noch rund 100 Pkw in dem gesperrten Bereich", schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Da die im absoluten Halteverbot parkenden Fahrzeuge den Aufbau behindern, müssen diese bis spätestens Freitagmorgen weggefahren werden. Andernfalls müssten sie kostenpflichtig abgeschleppt werden.

    4.000 Quadratmeter Halle wie Mainfranken-Messe

    Auf der Talavera planen Stadt und Landkreis eine überdachte Leichtbauhalle auf 4.000 Quadratmetern. Das zeltartige Gebäude wird statisch errichtet und trennt einzelne Bereiche mit insgesamt 50 Türen voneinander ab. Im Außenbereich werden fast 500 Meter Bauzaun aufgestellt, um etwa Parkplätze auszuweisen. Die notwendigen Hallen werden in Optik und Technik den Hallen der Mainfrankenmesse ähnlich sein.

    Nach Corona-Dürre endlich wieder zu tun

    Den Aufbau übernimmt die Firma AFAG aus Nürnberg. Deren Geschäftsführer Thilo Könicke sieht die Herausforderung, freut sich aber, nach der für die Veranstaltungsbranche dürren Corona-Zeit wieder zu tun zu haben: "Das war natürlich jetzt sportlich, aber wir waren und sind gerüstet." Die Mitarbeiter der Firma seien nun froh, die Kurzarbeit etwas zu reduzieren. "Es tut natürlich gut, wenn man endlich wieder was schaffen kann. Das ist das, wofür wir diesen Beruf gewählt haben", sagt Könicke.

    Standortwahl von Task Force

    Den Standort festgelegt hat die Task Force für Stadt und Landkreis, bestehend aus Vertretern des Universitätsklinikums, des Klinikums Mitte, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Hilfs- und Rettungsdienste und der Feuerwehr. Außer auf der Talavera entstehen für den Landkreis Würzburg zwei dezentrale Impflinien am Hangar 3 des Flugplatzes Giebelstadt.

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