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Corona-Impfzentren in Bayern: Erste Standorte stehen fest | BR24

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In Regen wird in der Eishalle üblicherweise dem Eissport gefrönt. Zur Zeit natürlich nicht, coronabedingt. Aber auch wenn der Teil-Lockdown vorbei sein wird, wohl eher nicht, denn hier soll ein Impfzentrum entstehen...

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Corona-Impfzentren in Bayern: Erste Standorte stehen fest

Mitte Dezember sollen die rund 100 Impfzentren in Bayern startklar sein. Jeder Landkreis soll mindestens an einem Ort die Möglichkeit bieten, die Impfung gegen das Coronavirus vornehmen zu lassen. Erste Standorte stehen bereits fest.

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Von
  • Tanja Gronde
  • BR24 Redaktion

Momentan suchen die Landkreise und Städte in Bayern geeignete Standorte für Corona-Impfzentren. Geplant ist, dass die 96 Zentren möglichst im Dezember bereitstehen. Dann könnte, so die Hoffnung, auch bald der Impfstoff zur Verfügung stehen.

Impfen in Messehallen, ehemaligen Banken und einer Eisporthalle

Bei der Suche nach Standorten setzen die Kommunen auf große Hallen. Der Landkreis Ebersberg besitzt beispielsweise eine alte Sparkassenhalle, in Regen wird die Eisporthalle umgerüstet. Die Kosten übernehme der Staat, von der Hallenmiete bis zur Impfdosis, betont die dortige Landrätin Rita Röhrl (SPD). "Ich bin froh, in einem Land zu leben, wo die Impfzentren den Impfwilligen kostenlos zur Verfügung stehen und das nicht ein Run ist, der mit dem Geldbeutel entschieden wird, oder wer die besten Beziehungen hat."

In Nürnberg steht auch schon der Ort für das geplante Impfzentrum fest: die Messe Nürnberg. In die Planungen sind viele städtische Dienststellen eingebunden, die Vorbereitungen und den Aufbau dafür koordiniert die Nürnberger Berufsfeuerwehr. In Deggendorf wurden bereits Container am Volksfestplatz für die Impfungen aufgestellt, wie ein Landkreis-Sprecher sagte.

In Bamberg kommt ein Impfzentrum in das Foyer der Brose Arena. In dem Gebäude sollen wahrscheinlich mit Trennwänden bis zu fünf Impfbereiche aufgebaut werden. Vor der Arena gibt es ausreichend Parkplätze. 200.000 Menschen sollen in dem Impfzentrum versorgt werden können.

Das rollende Impfmobil

Zusätzlich zum stationären Zentrum wird jeder Landkreis mit einer mobilen Einheit unterwegs sein. Das Impfmobil wird Alten- und Pflegeinrichtungen besuchen, um vor Ort auch diejenigen impfen zu können, die nicht mehr mobil sind - so sie wollen.

Impf-Spritze nur nach Einladung

Die Corona-Impfung wird nach einem Plan erfolgen. Zuerst soll die Impfung den Menschen angeboten werden, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Darunter fallen beispielsweise ältere und kranke Menschen in Pflegeeinrichtungen, aber auch das Personal in Kliniken, bei Rettungsdiensten, bei der Polizei oder in Kindertagesstätten. In der zweiten Phase kann sich dann die übrige Bevölkerung impfen lassen - kostenlos.

Die Termine dafür erteilt dann, wenn es mal soweit ist, wohl das zuständige Gesundheitsamt, so der Plan. Einfach hingehen und sich impfen lassen, das werde nicht gehen, so Gesundheitsministerin Melanie Huml. Sie betont immer wieder: Die Impfung bleibt absolut freiwillig.

Kommunen suchen selbst Personal

Die Impfstoffe sollen an neun zentrale Stellen vom Bund gebracht werden, erklärt Gesundheitsministerin Huml, danach übernehme der Freistaat Bayern die Logistik und verteile sie weiter in die Region. Dort geht es zum einen darum, Impfstoffe fachgerecht zu lagern. Zum anderen geht es darum, die Impfwilligen zu erfassen und zu betreuen. Dazu braucht es medizinisches Fachpersonal und Helfer.

Städte und Gemeinden müssen sich darum selbst kümmern. Viele schreiben das Impfzentrum als Dienst aus, damit ein externer Dienstleister vom der Aufnahme bis zum "Pieks" in den Oberarm alles aus einer Hand anbieten kann. Laut Kassenärztliche Vereinigung gibt es auch eine Bereitschaft von niedergelassenen Ärzten, in Impfzentren unterstützend tätig zu sein.

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Jetzt soll schnell geimpft werden - auch in Deutschland will man damit rasch beginnen, möglichst noch im Dezember. Die ersten Impfzentren werden gerade aufgebaut, zum Beispiel im niederbayerischen Regen.

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