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Aufgezogene Anti-Covid-Impfspritzen

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    Impfstoffmangel: Sonderkontingente für 28 Kreise geplant

    Der Impffortschritt lässt vor allen in ländlichen Regionen Bayerns weiterhin zu wünschen übrig. Gesundheitsminister Holetschek will daher in den kommenden Wochen 140.000 Impfstoffdosen zusätzlich in bisher unterversorgte Regionen liefern lassen.

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    Von
    • Michael Kubitza

    Meist war das Thema Impfstoffversorgung in den letzten Tagen nur für schlechte Nachrichten gut: Nachdem Biontech/Pfizer ihre für Juli geplanten Lieferungen reduzieren mussten, rückt seit heute auch die Markteinführung eines Curevac-Vakzins in immer weitere Ferne. Und: In Bayern liegt die Impfquote mit 46,6 Prozent aktuell um drei Prozent unter dem bundesdeutschen Durchschnitt.

    Nach der Aufhebung der Impfpriorisierung am 1. Juni wächst bei vielen älteren Impfwilligen der Frust - besonders in Regionen mit unterdurchschnittlicher Impfstoffversorgung.

    Hier will die Staatsregierung nun ansetzen: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) plant mit dem Bayerischen Landkreis- und dem Städtetag, 28 bayerische Regionen mit besonders niedriger Impfquote durch Sonderzuweisungen zu unterstützen.

    "Wir stellen insgesamt rund 100.000 Impfdosen Moderna zur Verfügung. Rund 50.000 Impfdosen für Erstimpfungen und noch einmal 50.000 Impfdosen für Zweitimpfungen. Dazu kommen noch Sonderlieferungen von AstraZeneca in Höhe von rund 40.000 Dosen, je 20.000 für Erst- und 20.000 für Zweitimpfungen." Klaus Holetschek, Bayerischer Gesundheitsminister

    Eingeplant: Regionen vom Berchtesgadener Land bis ins Unterallgäu

    Die Dosen für die Erstimpfungen sollen ab dieser Woche - konkret: ab dem morgigen Freitag - in drei Tranchen in den Impfzentren ankommen. Insgesamt sollen 28 Stadt- und Landkreise berücksichtigt werden.

    Eine Stadt und acht Landkreise machen den Anfang. Beliefert werden: Das städtische Impfzentrum Ingolstadt und die Landkreiszentren für Rottal-Inn, Berchtesgadener Land, Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Dillingen, Günzburg, Unterallgäu, Lindau.

    In der Kalenderwoche 25 (also ab 21.6.) gehen Impfdosen an die Stadt Kaufbeuren und an diese Landkreise: Altötting, Bad Tölz-Wolfratshausen, Rosenheim, Pfaffenhofen an der Ilm, Coburg, Aichach-Friedberg, Augsburg, Oberallgäu, Haßberge und Bad Kissingen.

    In der Woche danach (KW 26) sind die Städte Landshut und Kempten, sowie die Landkreise Mühldorf am Inn, München, Landsberg am Lech, Freising, Donau-Ries und Miltenberg.

    Beispiel: Dillingen

    Tendenziell sind die Impffortschritte in den städtischen Regionen Bayerns größer als in ländlichen Regionen. In Schwaben etwa lag die Stadt Augsburg Ende Mai vor den Nachbarregionen, mit einen Acht-Prozent-Vorsprung vor der Region Dillingen.

    Entsprechend zählt der Landkreis Dillingen nun zu den ersten Regionen, die eine Sonderzuteilung erhalten sollen. Im zuständigen Impfzentrum Wertingen sollen in Kürze 2.500 Impfdosen des Herstellers Moderna und 1.000 Dosen von Astrazeneca eintreffen.

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