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Impfstoff-Lieferprobleme: Impftermine quer durch Bayern abgesagt | BR24

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Die Lieferengpässe für Impfstoff des Unternehmens BioNTech/Pfizer haben auch Folgen in Bayern. Vielerorts werden Impftermine abgesagt.

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Impfstoff-Lieferprobleme: Impftermine quer durch Bayern abgesagt

Die Lieferengpässe für den Impfstoff von Biontech/Pfizer haben auch Folgen in Bayern. Vielerorts werden Impftermine abgesagt. Bis Mitte Februar liefert der Hersteller 13 Prozent weniger Impfstoff an den Freistaat.

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Von
  • Gerhard Brack

Im Impfzentrum auf dem Volksfestplatz in Schweinfurt bleiben weiterhin die Lichter aus. Am Freitagabend hatte die Stadt noch mitteilt, dass ab Donnerstag hier geimpft werden soll. 300 bis 400 Impfungen wären es jeden Tag gewesen, doch nun teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit: Die Zusagen für Impfstofflieferungen von Biontech/Pfizer können nicht eingehalten werden.

Absagen in Kitzingen, Bamberg und Augsburg

Auch in Kitzingen wurden die Impfstoff-Lieferungen abgesagt. Hier waren eigentlich 945 Impfdosen fest eingeplant. Dort werden deshalb erst einmal nur die Zweitimpfungen durchgeführt. Neue Termine für die beiden Kitzinger Impfzentren gibt es zunächst nicht. Ebenso wurden die ab morgen geplanten Impftermine in Bamberg abgesagt. Und auch in Augsburg gibt es zunächst nur Impfdosen für die Zweitimpfungen. Hier waren die Über-80-Jährigen schon angeschrieben worden und müssen nun doch noch auf ihren Impftermin warten.

Landkreis Mühldorf verschiebt Erstimpfungen

Der oberbayerische Landkreis Mühldorf teilte mit, dass zwar die Zweitimpfungen in den Heimen und im Impfzentrum stattfinden. Die geplanten Erstimpfungen in sechs Altenheimen werden aber verschoben.

Bis Mitte Februar 13 Prozent weniger Biontech-Impfstoff in Bayern

Biontech wird bei den vier bis zum 15. Februar anstehenden Lieferungen nach Bayern insgesamt 13 Prozent weniger Impfstoff liefern als geplant. Das teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Montag in München mit. Bei den Erstimpfungen komme es deshalb zu Verzögerungen und Verschiebungen. Zweitimpfungen hätten Vorrang und seien sichergestellt. Die Minderlieferungen würden nach Angaben des Unternehmens ab dem 22. Februar wieder ausgeglichen werden.

Biontech und sein US-Partner Pfizer erweitern derzeit ihre Produktion im belgischen Werk Puurs. Das bremst allerdings die Lieferungen in den nächsten Wochen. Erst ab Mitte Februar soll es mehr Impfstoff geben als bisher.

Holetschek sagte: "Auch ich bin verärgert und fordere klare und verlässliche Zusagen von Biontech/Pfizer sowie von Bund und EU." Für die kommenden Wochen seien Zehntausende Erstimpfungen geplant. Die Corona-Impfungen gingen trotz reduzierter Lieferungen weiter. Die am Montag vorgeplante Lieferung von über 110.000 Impfdosen sei planmäßig eingetroffen.

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