BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR/ Ina Schwandner
Bildrechte: BR/ Ina Schwandner

Am Klinikum in Erlangen ist gestern medizinisches Personal gegen das Coronavirus geimpft worden.

3
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Impfstart auch für Pflegekräfte am Uniklinikum Erlangen

In ganz Deutschland haben gestern die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen, so auch am Uniklinikum Erlangen. Dort haben Mitarbeitende auf Covid-Intenstivstationen den Impfstoff erhalten. Für sie ist der Schutz vor dem Virus besonders wichtig.

3
Per Mail sharen
Von
  • Ina Schwandner

Am Uniklinikum Erlangen wurden am Sonntagvormittag (27.12.20) zehn Mitarbeitende gegen das Coronavirus geimpft worden. Sie alle sind auf Covid-Intensivstationen tätig und gehören deshalb zu den gut 400 Ärztinnen und Ärzten, Pflegenden und Service-Kräften, die in die höchste Priorisierung fallen.

Bestmöglicher Schutz für Mitarbeitende

"Wir wollen den Mitarbeitern, die sich der größten Ansteckungsgefahr aussetzen auch den bestmöglichen Schutz vor dem Virus bieten", betonte Prof. Heinrich Iro, der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Erlangen. Eine der ersten Spritzen bekam Pfleger Tim Hale in den Oberarm.

"Ein Piks, wie jede andere Impfung auch." Tim Hale, Pfleger Covid-Intensivstation Klinikum Erlangen

Für ihn bedeute die Impfung vor allem, auch seine Patienten auf anderen Stationen vor einer Verbreitung des Virus zu schützen, sagte er. Sind die ersten 400 Mitarbeitenden der Covid-Intensivstationen geimpft, folgen weitere 600 auf den Covid-Normalstationen. Stand Sonntag (27.12.2020) werden knapp 100 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung im Uniklinikum Erlangen behandelt, 28 davon auf vier Intensivstationen.

Polizeischutz für Impfteams

Beim Impfstart in Erlangen war auch Innenminister Joachim Herrmann anwesend. Er wie auch Heinrich Iro zeigten sich erfreut, dass nicht nur die über 80-Jährigen, sondern gleichzeitig auch Menschen aus dem Gesundheitswesen, die besonders in Kontakt mit dem Virus kämen, zuerst geimpft würden.

Herrmann bezeichnete den Polizeischutz bei der Auslieferung des Impfstoffs als Vorsichtsmaßnahme. Es gebe europaweit Befürchtungen, dass Impfgegner aktiv werden könnten, um den Ablauf der Impfungen zu stören oder die organisierte Kriminalität Diebstähle begehen könnte, um den Impfstoff zu verscherbeln. Den Behörden in Bayern seien aber keine konkret geplanten Angriffe auf die Transporte oder die zentralen Kühllager bekannt gewesen.

Einbruchsversuch in Hofer Impfzentrum

Lediglich in Hof kam es am Freitag (25.12.20) zu einem Zwischenfall: es gab einen Einbruchsversuch ins dortige Impfzentrum. Ob es die Täter aber gezielt auf das Impfzentrum und eventuell auch den Impfstoff abgesehen hätten oder lediglich in irgendein Objekt einsteigen wollten, ist derzeit noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Auf die Frage, ob der Impfstoff sicher sei, weil derzeit Europol vor Betrug mit Fälschungen warnt, antwortete der Innenminister, dass die Tatsache, dass in Deutschland die Impfungen staatlich organisiert seien, vor Betrügereien schützen würde.

© BR
Bildrechte: BR

Am Uniklinikum Erlangen sind Mitarbeitende gegen das Coronavirus geimpft worden. Sie alle sind auf Covid-Intensivstationen tätig.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!