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Impfen in Fürth: Pilotprojekt mit Hausärzten und Impfzentren | BR24

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Impfungen wurden bisher vor allem in Senioren- und Pflegeeinrichtungen oder Impfzentren verabreicht. Im Landkreis Fürth testen einige Arztpraxen nun das dezentrale Impfen beim Hausarzt.

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Impfen in Fürth: Pilotprojekt mit Hausärzten und Impfzentren

Das Landratsamt Fürth richtet neue dezentrale Impfzentren ein. Zudem startete am Mittwoch ein neues Pilotprojekt: Eine Hausarztpraxis im Landkreis und eine in Fürth dürfen auch gegen das Corona-Virus impfen. Je 150 Dosen stehen dort zur Verfügung.

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Von
  • Claudia Grimmer
  • Nicolas Eberlein

Durch das Impfzentrum für Stadt und Landkreis Fürth wurden nach Angaben des Landratsamtes bereits über 15.600 Impfungen vorgenommen. Jetzt sollen in einem Pilotprojekt auch zwei Arztpraxen das Vakzin verabreichen. Zudem sollen ab Samstag dezentrale Impfzentren entstehen.

Zwei Praxen dürfen bereits impfen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plante eigentlich erste Impfungen gegen das Corona-Virus in Arztpraxen frühestens im zweiten Quartal dieses Jahres. Doch in Fürth geht es schneller. Hier wird in einem Pilotprojekt bereits seit gestern das Vakzin verimpft. Je 150 Impfdosen wurden einer Praxis im Landkreis Fürth und einer in der Stadt zur Verfügung gestellt. Sie nehmen die Impfung analog zur Vorgehensweise im Impfzentrum vor.

Hierzu werden Personen, die bereits im bayernweiten Portal registriert sind, direkt durch die Praxis eingeladen, schreibt das Landratsamt in einer Mitteilung. Das Pilotprojekt soll wichtige Erkenntnisse zur Praxistauglichkeit liefern. Sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, sollen weitere niedergelassene Ärzte in den Impfprozess einbezogen werden, damit eine zügige flächendeckende Impfung der Bevölkerung gewährleistet ist.

Dezentrale Impfzentren entstehen

In Veitsbronn, im Landkreis Fürth, ist am Samstag (20.02.21) für einen Tag eine Impfstation in Betrieb gegangen. Mobile Impfteams sind vor Ort, um vor allem Senioren in ihrem näheren Umkreis eine Impfung anzubieten. Wichtige Erkenntnisse aus dem Testbetrieb in Veitsbronn könnten dann in die weiteren Planungen zu Impfstationen einfließen, heißt es aus dem Landratsamt. Insgesamt seien fünf bis sieben Standorte im Landkreis Fürth in den nächsten Wochen geplant.

Impfungen sind nach wie vor nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Die Einladung zu den Terminen in den Impfstationen laufen zentral durch das Impfzentrum. Personen, die über das bayernweite Portal registriert sind, werden dazu direkt kontaktiert.

Fürth verwendet Biontech/Pfizer und Moderna

Bisher wurde nach Angaben des Landratsamtes Fürth mit dem Impfstoff von Biontech-Pfizer gearbeitet, außerdem hatte das Klinikum Fürth neben Biontech-Pfizer auch Vakzine von Moderna erhalten. Derzeit werden durch das Impfzentrum außerdem auch Termine vergeben für Personen, für die entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, der Impfstoff von Astrazeneca angewendet werden soll. Derzeit ist dieser nur für 18-64-Jährige empfohlen.

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