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Impfbereitschaft in Krankenhäusern grundsätzlich hoch | BR24

© dpa/picture-alliance

In den mittelfränkischen Krankenhäusern scheint die Impfbereitschaft hoch zu sein.

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Impfbereitschaft in Krankenhäusern grundsätzlich hoch

Der Impfstatus beim fränkischen Klinikpersonal ist noch uneinheitlich. Das hat eine stichprobenhafte Anfrage des BR bei den Kliniken in Mittelfranken ergeben. Grundsätzlich scheinen sich aber viele Ärzte und Pflegekräfte impfen lassen zu wollen.

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Von
  • Inga Pflug
  • Florian Deglmann

Das medizinische Fachpersonal in Mittelfrankens Kliniken will sich zu einem Großteil gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Vielerorts übersteigt derzeit die Nachfrage nach Impfterminen das Angebot. Am Klinikum Nürnberg wurden einer Sprecherin zufolge bislang rund 1.000 von insgesamt 8.000 Beschäftigten geimpft. "Die Impfbereitschaft ist hoch. Das führt dazu, dass die Nachfrage nach dem Impfstoff aktuell das Angebot übersteigt", so die Sprecherin.

Ärzte und Pflegekräfte vertraut mit dem Covid-19-Krankheitsverlauf

Ein Unterschied in der Impfbereitschaft zwischen Ärzten und Pflegekräften sei nicht festzustellen, sie sei bei beiden Berufsgruppen ausgeprägt. Als mutmaßlichen Grund nannte die Sprecherin das tägliche Erleben des Personals, wie schwer Covid-Erkrankungen verlaufen können.

Impftermine: Nachfrage größer als das Angebot

Auch am Uniklinikum Erlangen übersteigt die Nachfrage nach Impfterminen einem Unternehmenssprecher zufolge deutlich das Angebot. Man habe das Terminangebot daher inzwischen auf rund 1.000 pro Woche erhöht, trotzdem gebe es eine Warteliste. Der Unternehmenssprecher rechnet mit einer Impfbereitschaft von rund 70 Prozent unter den Beschäftigten.

Impfbereitschaft am Klinikum Altmühlfranken steigt kontinuierlich

Am Klinikum Altmühlfranken mit seinen Standorten in Weißenburg und Gunzenhausen wurden dem Vorstand zufolge bislang 70 Beschäftigte geimpft. In der kommenden Woche sollen rund 100 weitere folgen. Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, steige kontinuierlich, hieß es: Das Klinikum Altmühlfranken halte regelmäßig gezielte Infoveranstaltungen zu der Impfung und vertrete die Meinung, man habe nur die Wahl, sich impfen zu lassen oder sich irgendwann zu infizieren. Insgesamt beschäftigt das Klinikum Altmühlfranken nach eigenen Angaben gut 1.000 Menschen.

Diakoneo in Neuendettelsau will Impfbereitschaft erhöhen

Vom Diakonischen Unternehmen Diakoneo in Neuendettelsau hieß es auf BR-Anfrage, unter den rund 10.000 Mitarbeitern in den mehr als 200 Einrichtungen spiegele sich die gesellschaftliche Einstellung zur Schutzimpfung: Die Impfbereitschaft unter Betreuten und Mitarbeitenden sei ähnlich hoch wie im bundesdeutschen Schnitt und variiere je nach Einrichtung. Diakoneo versuche, durch intensive Aufklärung die Impfbereitschaft weiter zu erhöhen. Da bei weitem noch nicht in allen Einrichtungen Termine für die Schutzimpfung vergeben werden konnten, hoffe man dadurch auf verstärkte Nachfrage.

Zu wenig Impfdosen beim Klinikverbund ANregiomed in Ansbach

Der Klinikverbund ANregiomed in Westmittelfranken bestätigte am Samstag (09.01.21) auf BR-Anfrage, dass die Beschäftigten bei ANregiomed grundsätzlich eine hohe Impfbereitschaft hätten, "die perspektivisch sicher noch weiter steigen wird".

"Geimpft wird an den Klinikstandorten in Ansbach, Rothenburg und Dinkelsbühl. Begonnen haben die Impfungen am 28. Dezember 2020, weitere Termine folgen in regelmäßigen Abständen." Ulrike Meyer auf der Heide , Sprecherin ANregiomed Ansbach.

Allerdings zeichne sich ab, dass deutlich zu wenig Impfdosen zur Verfügung stünden, so ANregiomed-Sprecherin Ulrike Meyer auf der Heide. Informationen erhielten die Beschäftigten aufgrund der aktuellen Situation in digitaler Form.

© BR

Bei der von den sechs Bayerischen Universitätskliniken durchgeführten "CoVaKo 2021"-Studie soll die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs in Risikogruppen geprüft werden. Das Projekt wird von Klaus Überla von der Uni Erlangen geleitet.

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