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Start der Impf-Kampagne im Landkreis Aichach-Friedberg

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    Impf-Kritik in Aichach-Friedberg: Landrat spricht von "Unfug"

    In Leserbriefen haben Bewohner des Landkreises Aichach-Friedberg das Landratsamt angegriffen: Das Amt habe es versäumt, zusätzlich Impfstoff zu bestellen. Und auch am generellen Tempo des Impfens gibt es Kritik. Nun äußert sich der Landrat.

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    Von
    • Thomas Pösl

    Als “groben Unfug” bezeichnet Klaus Metzger, Landrat von Aichach-Friedberg, Vorwürfe, sein Landkreis würde zu langsam impfen. Metzger reagierte in einer Pressekonferenz auf Medienberichte und Briefe aus der Bevölkerung.

    Bis zum heutigen Tag sei der Landkreis noch gar nicht so gefordert gewesen, dass er seine volle Impfkapazität habe ausschöpfen können, so Metzger. Entscheidend sei, dass der Impfstoff zugewiesen werde und nicht bestellt werden könne. "Da sind wir noch nicht auf dem Stand, den wir eigentlich haben sollten", so der Landrat.

    Kritik am Impf-Tempo zurückgewiesen

    Wenn man die Zahlen betrachte, dann werde der Landkreis Aichach-Friedberg Ende dieser Woche gleichauf mit den umliegenden Landkreisen liegen. "Diese Woche kommen über 1.000 zusätzliche Impfdosen mit dem Biontech-Impfstoff", so Klaus Metzger.

    Eine zusätzliche Impfaktion mit Astrazeneca wie in der Stadt und dem Landkreis Augsburg habe es zwar nicht gegeben, so Metzger. Dennoch habe der Landkreis Aichach-Friedberg im Impfzentrum Astrazeneca bis zum 18. April verimpft.

    Was ist mit der Zusatzlieferung?

    Laut Metzger sei dies aber "nicht nach dem Windhundprinzip" geschehen, sondern ganz regulär über die Registrierungsseite der bayerischen Impfzentren. "Wir haben sämtlichen Impfstoff, der uns zugewiesen wurde, abgerufen und verimpft", sagt auch Sebastian Koch, organisatorischer Leiter der Impfzentren im Landkreis Aichach-Friedberg.

    Das Landratsamt trat auch Vorwürfen entgegen, wonach eine mögliche Zusatzbestellung von Astrazeneca-Impfstoff unterblieben sei. Koch zufolge ist ein Sonderkontingent von 1.250 Dosen mit Astrazeneca angefordert und verimpft worden. Der 18. April war Stichtag. Astrazeneca wird als Impfstoff seither nur noch in Arztpraxen erstverimpft.

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