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Immer mehr Uiguren suchen Asyl - auch in München | BR24

© picture-alliance/"Remko de Waal"

In China haben die muslimischen Uiguren einen immer schwereren Stand.

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    Immer mehr Uiguren suchen Asyl - auch in München

    Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat sich die Zahl der Asylanträge von Uiguren im vergangenen Jahr verdreifacht. Kein Wunder, beklagt doch das Auswärtige Amt immer mehr Menschenrechtsverletzungen an der muslimischen Minderheit in China.

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    Immer mehr Uiguren stellen Antrag auf Asyl in Deutschland. Die Zahl ihrer Asylanträge hat sich im vergangenen Jahr verdreifacht, wie aus Zahlen des Bundesamtes für Migration hervorgeht, die die Welt am Sonntag zitiert. Von 68 Anträgen im Jahr 2018 habe sich die Zahl demnach auf 193 Anträge erhöht. Insgesamt gibt es deutlich mehr Asylanträge von Chinesen.

    Immer mehr Uiguren suchen Schutz – vor allem in München

    München beherbergt in Deutschland die weitaus größte Community von Exil-Uiguren. In der bayerischen Landeshauptstadt ist auch der Uigurische Weltkongress (WUC) beheimatet – Interessenvertretung und Dachorganisation für 32 uigurische Gruppen in 18 Ländern. In keiner anderen europäischen Stadt leben so viele wie hier. 700 sind es derzeit. Doch die Exil-Community wächst zusehends, denn die Angehörigen der muslimischen Minderheit leben in China unter ständigen Repressalien. Ihnen werden immer wieder Separatismus und Terrorismus unterstellt.

    Auswärtiges Atm: Muslimische Minderheit in China unter Druck

    Nach Ansicht der Bundesregierung hat sich die Menschenrechtslage für Regimegegner und Minderheiten in China in den vergangenen Jahren "deutlich verschlechtert". So ist es in einem aktuellen Bericht des Auswärtigen Amtes über zweitbevölkerungsreichste Land der Welt zu lesen. Das Auswärtige Amt beklagt immer wieder, dass mehr als eine Million Uiguren in der Provinz Xinjiang, der autonomen Region der Uiguren in Lagern festgehalten würden. Nachdem die Regierung in Peking die Existenz der Lager zunächst bestritten hatte, spricht sie heute von "Berufsbildungszentren" zur Deradikalisierung. Die Volksrepublik steht auch international in der Kritik wegen ihres Vorgehens gegen die Uiguren und Angehörige anderer muslimischer Minderheiten.

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