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Immer mehr Menschen in Bayern kommen auf den Hund | BR24

© dpa-Bildfunk/Sebastian Gollnow

Nicht ohne Hund - sagen sich mehr und mehr Menschen in Bayerns größeren Städten.

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    Immer mehr Menschen in Bayern kommen auf den Hund

    In Bayern haben immer mehr Menschen Hunde als Haustiere. Den höchsten Zuwachs registriert München. Aber auch in anderen größeren Städten ist die Zahl gestiegen. Das führt zu einem Plus bei der Hundesteuer, aber auch zu mehr Zwischenfällen.

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    In den größeren bayerischen Städten ist die Zahl der Hunde zwischen 2015 und 2018 immer weiter gestiegen. An der Spitze liegt München mit knapp 2.900 neuen Hunden. Im Jahr 2015 waren 34.439 angemeldet, drei Jahre später bereits 37.324. In Nürnberg wurden im selben Zeitraum mehr als 1.200, in Augsburg nach Angaben der Stadt mehr als 600 Hunde neu registriert. Geringer war der Anstieg dagegen in Regensburg, Ingolstadt, Würzburg und Landshut mit maximal 315 Hunden.

    München nimmt durch Hundesteuer 3,3 Millionen Euro ein

    Durch die Hundesteuer nahm München im Jahr 2015 3,2 Millionen Euro ein, im vergangenen Jahr waren es 3,3 Millionen Euro. München verlangt pro Hund und Jahr 100 Euro; bei einem Kampfhund sind es 800 Euro. In Nürnberg werden pro Jahr und Hund 132 Euro fällig.

    Mehr Hunde bedeuten auch mehr Kot auf Gehwegen, Grünstreifen, Wiesen und Parks. In München scheint die Lage jedoch laut Ingrid Scholz vom Baureferat München nicht gravierend zu sein. "Die Problematik mit nicht entsorgtem Hundekot oder achtlos zurückgelassenen Tüten hat sich in München in den vergangenen zehn Jahren erkennbar verbessert", sagte Scholz der Deutschen Presse-Agentur. Jährlich rund zwölf Millionen Hundekot-Tüten aus Kunststoff werden in München bereitgestellt.

    "Gassisackerl": Plus in Ingolstadt, Gleichstand in Nürnberg

    In Ingolstadt werden die Beutelspender von ehrenamtlichen Paten betreut, die sich um die Auffüllung der Gassi-Beutel kümmern. "Der Bedarf an Beuteln ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen", erklärte Michael Klarner, Pressesprecher der Stadt. Fürs laufende Jahr seien eine halbe Million Stück eingeplant. Bisher waren es 400.000. In Nürnberg werden dagegen laut einer Sprecherin gleichbleibend etwa eine Million "Gassisackerl" pro Jahr ausgegeben. Andere Städte machten keine Angaben zum Tüten-Verbrauch.

    Zahl der Beißattacken von Hunden gestiegen

    Doch auch die Zahl der Beißattacken hat sich in den vergangenen Jahren erhöht. In München wurden im vergangenen Jahr 158 Hunde-Angriffe auf Menschen gezählt. Im Jahr 2017 waren es 91. Aus Sicht von Johannes Mayer vom Kreisverwaltungsreferat ist die Zunahme eine Folge der gestiegenen Sensibilität der Menschen für dieses Thema: Sie würden mehr Vorfälle melden als früher. In anderen bayerischen Städten blieb die Zahl der Attacken dagegen fast konstant.