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Immer mehr Freibäder in Unterfranken sind wieder geöffnet | BR24

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Bildrechte: BR/Julia Müller

Mehr und mehr Freibäder in Unterfranken öffnen. Gerade zu Beginn hatten einige noch Schwierigkeiten die Hygienemaßnahmen umzusetzen. (Symbolbild)

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    Immer mehr Freibäder in Unterfranken sind wieder geöffnet

    Wegen Corona durften die Freibäder in Unterfranken in diesem Jahr erst Anfang Juni wieder öffnen. Während einige Bäder ihre Gäste direkt wieder empfangen haben, konnten andere die Hygienemaßnahmen erst später umsetzen. Ein Überblick.

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    Von
    • Alisa Wienand

    Sicherheitsabstand, Mund-Nasen-Schutz, festgelegte Zeitfenster: Wer in Zeiten von Corona schwimmen möchte, muss sich in den Bädern an einige Regeln halten. Unter Auflagen und Vorschriften öffnen in Unterfranken immer mehr Freibäder für Badegäste. Das ist seit dem 8. Juni wieder möglich. Das Dallenbergbad in Würzburg, das Silvana Sport- und Freizeitbad in Schweinfurt, die Kisssalis Therme in Bad Kissingen und das Triamare Freibad in Bad Neustadt konnten direkt wieder öffnen. Für viele andere Freibäder kam die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung zu kurzfristig. Doch mittlerweile können Badegäste in immer mehr Freibädern in Unterfranken schwimmen gehen.

    Aufsichtsrat beschließt: Kitzinger Freibad wieder offen

    Mit etwas Anlaufschwierigkeiten sperrt nun das Freibad auf der Mondseeinsel in Kitzingen wieder auf. Dort musste zunächst der Aufsichtsrat grünes Licht geben, sagt Betriebsleiter Peter Zimmermann. Die Mitarbeiter haben die Öffnung vorbereitet und die Hygienemaßnahmen umgesetzt. Ab dem 19. Juni können Besucher dort wieder baden gehen. Das Ticket dafür müssen die Gäste vorher online kaufen. Sie können in zwei Zeitfenstern kommen: von 9 bis 11 Uhr oder von 12 bis 20 Uhr. Die Pause zwischen den Slots wird wie in fast allen Freibädern genutzt, um das Bad zu reinigen und zu desinfizieren. Im Schwimmerbecken müssen die Besucher im Kreis schwimmen, um den Abstand zu anderen Badegästen halten zu können.

    Enormer Reinigungsaufwand in Aschaffenburg

    Auch in Aschaffenburg waren die Vorbereitungen für die Öffnung des Freibads aufwändig. Geschäftsführer der Stadtwerke Dieter Gerlach sagt, er sei bis Anfang Juni davon ausgegangen, dass die Öffnung von Freibädern dieses Jahr überhaupt nicht möglich sei. Die Becken waren deshalb zunächst noch leer. "Das war ein enormer Reinigungsaufwand, der eigentlich vier Wochen dauert", sagt Gerlach. Doch nun konnten erste Schwimmer auch dort wieder ihre Bahnen ziehen.

    Um so vielen Menschen wie möglich den Besuch im Aschaffenburger Freibad zu ermöglichen, kommen die Gäste auch hier zu verschiedenen Zeitfenstern: Unter der Woche gibt es Frühschwimmen von 6.30 bis 10 Uhr, Familienschwimmen von 11 bis 16 Uhr und Spätschwimmen von 17 bis 20.30 Uhr. Am Wochenende gibt es zwei Fenster: von 7.30 bis 13.30 Uhr und von 14.30 und 20.00 Uhr. Maximal 500 Badegäste dürfen pro Schicht im Freibad sein. Tickets können die Gäste sowohl online als auch an der Kasse kaufen. Dieter Gerlach freut sich, dass das Freibad für Besucher jetzt wieder geöffnet hat. Allerdings bedeuten die Bedingungen dafür auch einen großen finanziellen Verlust: "Wirtschaftlich ist das eine kleine Katastrophe", sagt der Geschäftsführer der Stadtwerke.

    Keine Zeitfenster im Freibad in Gemünden

    Auch im Freibad Saaleinsel in Gemünden im Landkreis Main-Spessart können Badegäste seit dem 18. Juni wieder schwimmen gehen. Wie das Freibad mitteilt, gibt es keine Zeitfenster: Das Bad hat durchgehend von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Maximal 250 Menschen dürfen das Freibad an einem Tag besuchen. Wer hier baden gehen will, muss vorher ein Online-Formular ausfüllen, das auf der Webseite der Stadt zur Verfügung steht. Hierbei werden die Namen der Besucher erfasst, um im Fall einer Infektion die Kontaktpersonen ermitteln zu können.

    Für die Öffnung des Freibads in Karlstadt ist noch ein Beschluss des Stadtrats nötig gewesen, heißt es aus der Stadtverwaltung. Seit dieser vorliegt, arbeite die Stadt intensiv daran, die Hygienemaßnahmen umzusetzen. Ab dem 20. Juni können Badegäste in dem Freibad am Main wieder schwimmen gehen. Gäste müssen vorab ein Ticket für eines der drei Zeitfenster buchen: von 8 bis 10.30 Uhr, von 11 bis 15 Uhr und von 16 bis 20 Uhr. Maximal 250 Gäste können in einem Slot das Freibad besuchen.

    Erftalbad in Bürgstadt: Kreisverkehr im Schwimmerbecken

    In Bürgstadt im Landkreis Miltenberg ist das Erftalbad schon seit dem 13. Juni wieder offen. Zeitfenster gibt es hier keine. Laut der Energieversorgung Miltenberg-Bürgstadt dürfen maximal 470 Menschen am Tag das Freibad besuchen. An Spitzentagen waren es sonst bis zu 2.000 Besucher. Im Schwimmerbecken gibt es einen Kreisverkehr: Hier müssen die Gäste im Kreis schwimmen, um den nötigen Abstand halten zu können.

    Das ist im Erlebnisbad in Haßfurt im Landkreis Haßberge anders geregelt: Im Schwimmerbecken sind acht Bahnen voneinander abgegrenzt. Auf jeder Bahn darf nur ein Schwimmer seine Bahnen ziehen. Wenn viel los ist, darf ein Badegast eine Bahn maximal 20 Minuten belegen. Das Erlebnisbad hat am 11. Juni wieder geöffnet. Der große Ansturm ist bisher ausgeblieben. Felix Zösch vom Stadtwerk Haßfurt geht davon aus, dass das sowohl am Wetter als auch an den Corona-Maßnahmen liegt. Aktuell kommen hauptsächlich Sportschwimmer zu einem der drei Slots von 9 bis 12 Uhr, von 13 bis 16 Uhr und von 17 bis 20 Uhr. Tickets können die Besucher an der Kasse kaufen.

    Naturerlebnisbad Schöllkrippen ohne Chlor: Aufwändige Reinigung

    Das Naturerlebnisbad in Schöllkrippen im Landkreis Aschaffenburg öffnet am 29. Juni seine Türen für Badegäste. Weil in den Becken kein Chlorwasser ist, ist die Reinigung aufwändiger, als in normalen Schwimmbädern. Das sei einer der Gründe dafür, dass das Freibad später eröffnet, sagte Bürgermeister Marc Babo (CSU) zum BR. Es sei schwierig gewesen, ein Hygienekonzept auf die Beine zu stellen und eine Reinigungsfirma zu finden. Die Betreiber müssen die Gäste außerdem darauf aufmerksam machen, dass das Infektionsrisiko in einem Natur-Freibad größer ist. In Schöllkrippen sind zwei Slots angedacht, in denen jeweils 300 Besucher kommen können. Dazwischen wird es zwei Stunden Pause geben.

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