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Immer mehr Frauen wollen Försterin werden | BR24

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Ruhe, frische Luft und Natur - das Arbeitsumfeld eines Försters. Der Beruf wird für Jugendliche immer interessanter. Vermehrt Frauen wollen Försterin werden. Studiengänge wie zum Beispiel Forstmanagement freuen sich über steigende Zahlen.

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Immer mehr Frauen wollen Försterin werden

Ruhe, frische Luft und Natur - das Arbeitsumfeld eines Försters. Der Beruf wird für Jugendliche immer interessanter. Vermehrt Frauen wollen Försterin werden. Studiengänge wie zum Beispiel Forstmanagement freuen sich über steigende Zahlen.

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Immer mehr junge Menschen begeistern sich für den Forstberuf. Vor allem bei Frauen ist die Arbeit Wald- und Forstmanagement beliebt. "Was wir seit einigen Jahren erleben, ist, dass junge Frauen das Studium anpacken. Ich denke, etwa dreißig bis vierzig Prozent der jungen Kollegen, die bei uns in der Forstverwaltung übernommen werden, sind junge Frauen. Also da merkt man sehr deutlich einen Wechsel zu früheren Jahren", sagt Cornelius Bugl von der Bayerischen Forstverwaltung für Regensburg und Umgebung.

Zurzeit macht Emma Wolf bei dem Förster ein Praktikum. Die Schülerin, die sich auch bei Fridays-for-Future engagiert, könnte sich vorstellen, mal als Försterin zu arbeiten.

"Weil ich mich sehr stark für den Wald interessiere. Auch dafür, wie man den Wald schützen und wirtschaftlich nutzen kann. Einfach um den Wald zu erhalten, weil ich denke, dass es ziemlich wichtig ist für uns." Emma Wolf

Immer mehr Frauen studieren Forstingenieurwesen

Den Trend zu mehr Frauen im Forstberuf bestätigen auch die beiden einzigen Hochschulen in Bayern, die Studiengänge mit Berufsziel Förster oder Försterin anbieten. An der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sind derzeit 125 Studenten im Studienfach Forstingenieurwesen eingeschrieben. Davon sind rund 37 Prozent weiblich. 2009 lag der Anteil an Studentinnen bei 22 Prozent.

Um das Forstingenieurwesen studieren zu können, müssen Fachabiturienten mindestens die Note 2,6 vorweisen. Andernfalls warten Interessierte schon mal acht Semester. Das Warten kann sich lohnen: 111 von vormals 125 Erstsemestern schafften 2019 ihren Abschluss, teilt die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf auf BR-Anfrage mit.

An der Technischen Universität in München können Interessierte sowohl einen Bachelor- als auch einen Masterabschluss in Forstwissenschaften und Ressourcenmanagement absolvieren - ohne Numerus Clausus. Auch hier beobachtet Studienkoordinator Ralf Moshammer, dass immer mehr Frauen das Studium der Forstwissenschaft wählen. "Zu meiner Studienzeit lag der Frauenanteil bei den Forstwissenschaften bei etwa zehn bis zwanzig Prozent. Jetzt liegt er etwa bei 50 Prozent, wenn nicht darüber."

Chancen für Berufsanfänger nicht schlecht

Vor allem das Konzept, nachhaltig zu arbeiten, überzeugt viele Bewerber für das Masterstudium. Für Förster Cornelius Bugl stehen die Chancen für Berufsanfänger nicht schlecht, da viele Förster in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen werden. Aber auch sonst ist Bugl zuversichtlich. Die Jugend interessiere sich wieder für Umwelt-, Natur- und damit auch für Waldschutz.

Beispiel Hambacher Forst. "Als Förster freue ich mich sehr, dass die Jugend endlich aufsteht und sich auch selber lautstark bemerkbar macht. Denn es geht ja letztlich um die nächsten Jahrzehnte. Und um gute Lebensverhältnisse, auch in der Zukunft."