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Immer mehr Eichenprozessionsspinner | BR24

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Immer mehr Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner zerstört Bäume und kann starke allergische Reaktionen auslösen. Der Landkreis-Donau-Ries ist besonders von dem Schädling betroffen. Deshalb wird dort nun erforscht, wie man ihn bekämpfen kann.

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In dem Waldstück zwischen Nördlingen und Wallerstein, in dem die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft ihre Forschungen durchführt, ist der Einfluss des Eichenprozessionsspinners deutlich zu sehen: Statt einer dichten grünen Baumkrone haben die Bäume verdorrte Äste, Gespinste ziehen sich über die Äste, überall sieht man die Raupen des Eichenprozessionsspinners.

Förster Peter Birkholz vom Amt für Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen zeigt auf silberglänzende Flecken an den Ästen und in den Astgabeln: Das sind die Gespinste der Raupen. Darin verpuppen sie sich mehrmals, bis sie dann als Falter schlüpfen.

Wind verbreitet die Brennhaare

Mit dem Wind verbreiten sich die Brennhaare der Raupen. Sie bleiben an der Kleidung haften, die Haut beginnt zu jucken und man bekommt einen Ausschlag. Waldbesucher sollten deshalb in der Nähe von Eichen besonders vorsichtig sein.

Wegen der Gefahr für Mensch und Natur forscht Gabriele Lobinger von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zur Zeit über die Insekten. In vielen Baumkronen hängen deshalb Fallen, in denen die Nachtfalter gefangen werden. Über die Anzahl der gefangenen Insekten können die Forscher errechnen, wie groß der Bestand im nächsten Jahr wird.

Nur der Kuckuck kann helfen

Nur wenn nachgewiesen ist, dass der Bestand im nächsten Jahr so hoch sein wird, dass ein Kahlfraß droht, dürfen mit Hubschraubern Spritzmittel über den Wäldern versprüht werden. Natürliche Feinde hat der Eichenprozessionsspinner nämlich kaum. Lediglich der Kuckuck frisst die Raupen - doch Kuckucke gibt es nicht genug.