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Im Nürnberger Pegnitztal müssen Hunde künftig an die Leine | BR24

© dpa

Hunde müssen künftig im Pegnitztal Ost an die Leine

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    Im Nürnberger Pegnitztal müssen Hunde künftig an die Leine

    Das Pegnitztal im Osten Nürnbergs ist künftig Naturschutzgebiet. Für Spaziergänger und Hunde gibt es damit deutlich strengere Regeln. Fast überall müssen Hunde jetzt an die Leine.

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    Das Pegnitztal im Osten Nürnbergs ist ab Dienstag (18.12.2018) Naturschutzgebiet. Für Spaziergänger und Hunde gibt es damit deutlich strengere Regeln, teilte die Regierung von Mittelfranken mit. Hundebesitzer hatten gegen die Naturschutz-Pläne in dem Bereich zwischen den Stadtteilen Erlenstegen und Mögeldorf heftig protestiert.

    Hunde müssen an die Leine

    Künftig müssen Hunde fast überall in dem über 220 Hektar großen Gelände an die Leine. Nur auf zwei Wiesen dürfen die Vierbeiner das ganze Jahr über frei herumlaufen. Zudem dürfen vom Frühjahr bis zum Herbst die meisten Wiesen nicht mehr betreten werden. Gefährdete Tierarten und seltene Pflanzen sollen sich dort künftig wieder ungestört vermehren können.

    Wiesen betreten verboten

    Das Pegnitztal ist für Spaziergänge und Ausflüge am Wochenende beliebt. Etliche Wiesen werden von einer Schafherde kurz gehalten. Diese dürfen während der Brutzeit von Anfang April bis Ende Juni nicht mehr betreten werden. Die Wiesen, die regelmäßig gemäht werden, dürfen von Anfang März bis Ende September nicht betreten werden. Das hier abgeschnittene Gras wird den Tieren im Nürnberger Tiergarten gefüttert. Bisher war in diesem Futter häufig Hundekot zu finden.

    Wichtiges Biotop für den Artenschutz

    Mit der Ausweisung als Naturschutzgebiet leiste das östliche Pegnitztal einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Biotopschutz, teilte die Regierung von Mittelfranken mit. In dem Bereich befänden sich wichtige Sandlebensräume. Die Naturschutz-Behörden hoffen, dass sich die gefährdete Bechsteinfledermaus und der Eremit-Käfer wieder vermehren.

    19 Kilometer Spazierwege

    Damit künftig auch die Spaziergänger weiter an Fluss und Wiesen spazieren gehen können, hat die Stadt Nürnberg in Zusammenarbeit mit den Bürgern zahlreiche Spazierwege ausgewiesen. Diese haben eine Länge von insgesamt 19 Kilometern und führen durch Ufergehölze und Auenwälder, Nasswiesen und Sand-Magerrasen. Zu jeder Zeit bleiben Rundwege möglich, betont die Regierung von Mittelfranken.