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13.000 Raser im Kiesselbach-Tunnel geblitzt - allein im Mai | BR24

© BR / Henning Pfeifer

Im Münchner Kiesselbachtunnel am Ende der A95 warten die Blitzer.

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    13.000 Raser im Kiesselbach-Tunnel geblitzt - allein im Mai

    Der Münchner Luise-Kiesselbach-Tunnel ist Deutschlands innerstädtische Radarfalle Nr. 1: Allein im Mai hat es dort über 13.000 Mal geblitzt. Ein Grund: Am Ende der Garmischer Autobahn müssen die Autos auf 40 km/h herunterbremsen. Von Henning Pfeifer

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    Am Mittleren Ring in München werden im neuen Tunnel am Luise-Kiesselbach-Platz mehr als sechsmal so viele Autofahrer geblitzt wie im vergleichbaren Richard-Strauss-Tunnel im Münchner Osten. Darauf hat das Münchner Polizeipräsidium hingewiesen. So sind im Monat Mai rund 2.000 Kraftfahrer im Richard-Strauss-Tunnel zu schnell unterwegs gewesen. Im selben Zeitraum wurden im Luise-Kiesselbach-Tunnel mehr als 13.000 Übertretungen gemessen. Beide Röhren haben mit 13 Blitzern dieselbe Anzahl von Kameras.

    Tempo 40 am Autobahnende

    Die Polizei führt diesen deutlichen Unterschied bei ertappten Rasern auf die Autobahn Garmisch-München zurück, die direkt am Luise-Kiesselbach-Tunnel endet. Dort werden die beiden Spuren getrennt und führen im Tunnel in engen Kurven auf die Fahrbahnen des Mittleren Rings, weshalb hier der Verkehr auf 40 Kilometer pro Stunde abgebremst wird.

    Unsichtbare "Schwarzblitze"

    Der Aufreger für viele Fahrer: Bereits kurz nach der Tunneleinfahrt wird die Geschwindigkeit mit sogenannten "Schwarzblitz-Kameras" gemessen. Das heißt: Der Fahrer bekommt vom Blitz nichts mit. Viele Autofahrer haben hier offenbar Probleme, die kurz zuvor auf der Autobahn gefahrene Geschwindigkeit rechtzeitig zu drosseln.

    Unfälle wegen zu hohem Tempo

    Die Polizei hält die Tunnel-Blitzer für notwendig, da sich allein in diesem Jahr hier schon 39 Unfälle mit drei Verletzten ereignet haben. Die meisten davon wegen zu hoher Geschwindigkeit, sagt die Polizeistatistik.

    Die teuerste Fahrt im Luise-Kiesselbach-Tunnel im April war übrigens 130 km/h schnell, im Mai 111 km/h. Da ist nicht nur eine horrende Strafzahlung, sondern auch ein mehrmonatiger Führerschein-Entzug angesagt.