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Im Corona-Schlaf: Autos brauchen Pflege, wenn sie lange stehen | BR24

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Eine Hand mit einem Tuch beim Putzen und Polieren eines Autos

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    Im Corona-Schlaf: Autos brauchen Pflege, wenn sie lange stehen

    Ein Lockdown von vier Wochen genügt, damit ein Auto Probleme mit Reifen, Bremsen oder Batterien bekommt. Aber auch andere Teile leiden bei längerem Stillstand. Daher sollte es in solchen Phasen regelmäßig gewartet werden.

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    Von
    • Elke Schmidhuber

    Eine feucht zurückgelassene Regenjacke oder ein nasser Regenschirm genügen, um in dem relativ kleinen Innenraum die Fenster beschlagen zu lassen. Die lassen sich zwar leicht trocken wischen - doch anders sieht es da mit dem Fahrzeughimmel aus. Der nimmt Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum übel. Er kann Wellen werfen, sich von der Fahrzeugdecke ablösen oder gar anfangen zu schimmeln.

    Alexander Kreipl vom ADAC kennt jedoch einen Trick damit die Raumfeuchtigkeit sich an einer anderen Stelle sammelt: "Ganz einfach Zeitungspapier unter die Fußgummimatten legen, diese dann aber regelmäßig auswechseln." Auch gibt es extra Luftentfeuchtungssäckchen zu kaufen.

    Wer rastet der rostet

    Das gilt für das Auto, leider so wie für den Besitzer. Alle Schlösser - egal, ob die der Türen oder des Kofferraums - sollten daher geölt werden, dann können Salz und Feuchtigkeit ihnen wenig anhaben.

    Komplizierter gestaltet sich die Instandhaltung der Bremsen. Dass die Handbremse nicht für längere Zeit angezogen sein darf, lernen die meisten in der Fahrschule. "Am besten nutzt man Unterkeile um ein Auto vor Ort zu sichern, die kosten zehn Euro," erklärt Kreipl vom ADAC. Denn wenn die Handbremse über einen sehr langen Zeitraum angezogen ist, dann kann es passieren, dass die Bremsbacken an den Bremsscheiben festrosten. Die Folge kann dann ein festsitzendes Fahrzeug sein, das abgeschleppt werden muss.

    Aber auch sonst haben Bremsen bei Stillstand ein Problem. Sie rosten. Dagegen hilft nur eines: kräftiges Bremsen. Das einzige Mittel gegen den Rost ist also, das Auto zu bewegen. Das erspart Kosten. Denn rostige Bremsen müssen erneuert werden. Und das kann teuer werden.

    30 Minuten Fahren für die Batterie

    Als Eigentümer einer Garage mit einem Steckdosenanschluss kann man ein Ladegerät verwenden, mit dem man regelmäßig beim stehenden Auto die Batterie aufladen sollte. Kreipl vom ADAC erklärt: "Diese gibt es ab etwa 40 Euro zu kaufen. Ansonsten hilft hier nur regelmäßig fahren. Das sollten dann alle zwei Wochen circa 30 Minuten sein, in welchen das Auto bewegt wird."

    Der Grund: Die Inbetriebnahme kostet die Batterie immens viel Energie. Darum schadet einer Batterie der Start am meisten. Um sie danach wieder entsprechend aufzuladen, braucht ein Auto mindestens 20 Minuten. Auch darum sollte es am besten alle zwei Wochen 30 Minuten bewegt werden.

    Extra Luft gegen Plattfüße

    Reifen können sich tatsächlich platt stehen. Durch das Eigengewicht des Autos werden sie belastet und es entweicht stetig ein wenig Luft. Hier rät Kreipl: "Bei Reifen vor einer längeren Standzeit den Luftdruck um 0,5 bis ein bar erhöhen, um dem Reifen etwas Gutes zu tun." Denn zu wenig Luft überdehnt den Gummi der Reifen und schadet ihnen somit.

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