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Entrauchung der Würzburger Marktgarage
© BR - Barbara Markus

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Barbara Markus
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Entrauchung der Würzburger Marktgarage

Allerdings seien für diese so genannte "Heißentrauchungsanlage" kleinere Nachbesserungen nötig. Die lassen sich aber nur in einem echten Praxistest erkennen lassen, sagt der Sachverständige Christian Kropp. Bei dem Test wurde die Qualmentwicklung bei einem Fahrzeugbrand simuliert - mit Disco-Nebel an sieben Stellen im Parkhaus. Tiefgaragenbrände können schnell sehr gefährlich werden.

Funktioniert die Brandmeldeanlage?

Kurz nachdem die Schwaden durch die Tiefgarage zogen, ertönte ein lauter Dauerton. Erst eineinhalb Minuten später gingen dann die Ventilatoren planmäßig in Betrieb. Diese Frist soll es Parkenden möglich machen, noch bei guter Sicht die mit Lichtsignalen gekennzeichneten Fluchttreppen zu erreichen, so der Sachverständige. Denn wird durch die Entlüftung der Rauch erst mal verwirbelt, ist kaum noch was zu erkennen - vor allem wenn es sich im Ernstfall nicht um Disco-Nebel, sondern dunklen, dichten Qualm handelt.

Lüftung der Tiefgarage nachbessern

Der Testlauf hat gezeigt: Einige Ventilatoren müssen tiefer gehängt werden. Bei anderen war noch am Abend die Gebläserichtung umgeschaltet worden, damit der Rauch zuverlässig ins Freie geblasen wird. Am Austrittsort am oberen Marktplatz war davon am Abend aufgrund des regnerischen Wetters allerdings wenig zu sehen. Der spektakuläre Test war über die Tiefgarage hinaus kaum zu bemerken.

Umbau der Tiefgarage machte neue Lüftung nötig

Zur Auflage gemacht worden war die neue "Heißentrauchungsanlage" , nachdem die Stadt Würzburg 2013 die Einfahrt zur Marktgarage in der Eichhornstraße geschlossen und in die Martinsstraße verlegt hat. Damit haben sich die Fluchtwege verlängert. Gekostet hat der aufwändige Einbau nach Angaben der Städtischen Verkehrsbetriebe (WVV) rund 300.000 Euro.

Vernebeln der Marktgarage

Vernebeln der Marktgarage

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Barbara Markus

Sendung

Regionalnachrichten aus Mainfranken vom 15.03.2019 - 06:30 Uhr