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Der "Grünten-Zipfel" bewegt weiter die Gemüter | BR24

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Neuer Holzpenis auf dem Grünten aufgerichtet

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    Der "Grünten-Zipfel" bewegt weiter die Gemüter

    Erst umgeworfen, dann wieder errichtet, dann verschwunden, und schon steht er wieder: Der Holz-Penis vom Grünten bleibt ein großes Thema im Allgäu. Bürgermeister und Gemeinderat wollen sich beim "Grünten-Zipfel“ jetzt weitgehend heraushalten.

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    Von
    • Rupert Waldmüller
    • Mario Kubina
    • Jo Schweizer

    Nach dem internationalen Medien-Hype um den alten und den neuen Holzpenis auf dem Grünten wollen sich der Bürgermeister und der Gemeinderat aus dem Thema "Grünten-Zipfel“ jetzt weitgehend heraushalten. Das habe der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Montagabend beschlossen, sagte der Rettenberger Bürgermeister Nikolaus Weißinger dem BR: "Das ist und war eine reine Privatinitiative. Wir haben das mit Schmunzeln und Humor genommen. Aber jetzt ist für uns die Luft raus“, so der Bürgermeister.

    Gemeinderat hat "wichtigere Themen"

    Die Gemeinde und der Bürgermeister wollen die weitere Entwicklung um den "Grünten-Zipfel“ beobachten. Sollte die Sache krassere Auswüchse annehmen, werde die Gemeinde tätig werden müssen, sagt der Bürgermeister. Der Gemeinderat und er hätten aber wichtigere Themen als "irgendwelche Zipfel“, um die sie sich kümmern müssten.

    Erster Holz-Penis wohl von Kühen oder Wanderern umgeworfen

    Vor gut einem Monat hatte die Phallus-Darstellung auf dem 1.783 Meter hohen Berg das erste Mal für Schlagzeilen gesorgt. Das zwei Meter große Stück war mutmaßlich von Wanderern oder Kühen umgeworfen worden. Kurz darauf stand die Skulptur jedoch wieder.

    "Grünten-Zipfel" hat jetzt offenbar Nachfolger

    Dann war der Penis plötzlich weg. Nur ein Haufen Sägespäne erinnerte noch an den "Grünten-Zipfel". Vermutlich hatten Unbekannte ihn zersägt und abtransportiert. Jetzt also hat der Holz-Phallus einen Nachfolger. Wer die Skulpturen auf den Berg transportiert und aufgestellt hat, ist unklar.

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    So sah sie aus: die alte Holzskulptur, die jahrelang den Grat des Grünten zierte.

    Polizei ermittelt nach Verschwinden der Holzskulptur

    Nach dem Verschwinden der Holz-Skulptur hatte sich die Polizei eingeschaltet. Man habe aus formalen Gründen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, hieß es zu Wochenbeginn vom Polizeipräsidium in Kempten. Die Ermittler standen vor einem Rätsel: "Wir wissen nicht, ob es sich um eine Straftat handelt oder nicht", erklärte der Sprecher.

    Denn bisher sei nicht einmal der Eigentümer der verschwundenen Skulptur bekannt, es gebe also bisher keinen Geschädigten. Vielleicht habe der Eigentümer selbst den Zwei-Meter-Penis wieder abgeholt. Dennoch betonte der Sprecher: Es werde jedem Hinweis nachgegangen - bislang lägen aber keine vor. Und jetzt scheint die Sache ja ohnehin ein glückliches Ende zu nehmen.

    (mit dpa)

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