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Illegales Autorennen in Selb: Vier Jahre Haft gefordert | BR24

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Im Prozess gegen einen mutmaßlichen Raser soll heute noch das Urteil vor dem Landgericht Hof fallen. Die Staatsanwaltschaft Hof hat vier Jahre Haft dfür den 21-jährigen Angeklagten gefordert.

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Illegales Autorennen in Selb: Vier Jahre Haft gefordert

Gut zwei Wochen nach Prozessauftakt wird am Landgericht Hof ein Urteil im Raser-Prozess erwartet. Der Mordvorwurf gegen den 21-jährigen Raser von Selb ist vom Tisch. Staatsanwaltschaft und der Anwalt der Opfer-Familie fordern vier Jahre Gefängnis.

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Im Raser-Prozess vor dem Landgericht Hof haben Staatsanwalt und der Anwalt der Opfer-Familie vier Jahre Gefängnis für den 21-jährigen Autofahrer aus Selb wegen fahrlässiger Tötung und illegalem Autorennen gefordert. Der Verteidiger hingegen plädiert auf eine Haftstrafe von maximal sieben Monaten oder eine Geldauflage. Die Jugendkammer will noch heute ihr Urteil verkünden.

Mordvorwurf nicht bestätigt - Kein bedingter Tötungsvorsatz

Der ursprüngliche Mordvorwurf der Staatsanwaltschaft und der Familie des 19-jährigen Unfallopfers hat sich nicht bestätigt – denn man könne keinen bedingten Tötungsvorsatz des jungen Autofahrers erkennen.

Angeklagter rast aus "Imponiergehabe" durch Selb

Doch der 21-Jährige habe den Tod des Fußgängers grob fahrlässig in Kauf genommen, so der Staatsanwalt. Nach dem Motto "es wird schon nichts passieren", sei er laut Gutachter mit mindestens 80 Stundenkilometern durch die Innenstadt von Selb gerast. Und zwar aus "Imponiergehabe" gegenüber einer Gruppe von Berufsschülern, die zufällig zur gleichen Zeit unterwegs war, wie der Staatsanwalt in seinem Plädoyer betonte. Bei der rasanten Fahrt geriet der junge Autofahrer auf die Gegenfahrbahn und erfasste dabei den 19-jährigen Berufsschüler. Dieser wurde aufgrund des starken Aufpralls rund 35 Meter weit durch die Luft geschleudert und verstarb noch an der Unfallstelle.

Illegales Autorennen als Straftatbestand

Staatsanwalt und Nebenkläger sehen auch den relativ neuen Straftatbestand des illelgalen Autorennens bestätigt. Dafür sprechen die Zeugenaussagen und das hohe Tempo. Aus Sicht der Verteidigung seien diese Vorwürfe jedoch haltlos. Das Autorennen könne demnach nicht erwiesen werden. Die Verteidigung plädiert diesbezüglich auf fahrlässige Straßenverkehrsgefährdung mit der Folge der fahrlässigen Tötung.

Der Angeklagte betonte in seinem Schlusswort erneut, dass ihm das Geschehene Leid tun würde.

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