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Illegales Autorennen in Augsburg? Staatsanwaltschaft ermittelt | BR24

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Zwei Jugendliche und über 600 PS: Die Polizei vermutet ein illegales Autorennen hinter dem Unfall im Augsburger Stadtteil Haunstetten. Mehrere Zeugenaussagen bestätigen den Verdacht, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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Illegales Autorennen in Augsburg? Staatsanwaltschaft ermittelt

Zwei junge Männer und über 600 PS: Die Polizei vermutet ein illegales Autorennen hinter dem Unfall im Augsburger Stadtteil Haunstetten. Mehrere Zeugenaussagen bestätigen den Verdacht, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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Von
  • Anna Klein

Es ist der frühe Donnerstagabend, als die beiden hochmotorisierten Fahrzeuge an der Ampel in der Landsberger Straße sprichwörtlich an den Start gehen. Laut Zeugenaussagen lassen der BMW M5 und der Golf GTI die Motoren aufheulen, bevor sie bei Grün losbrettern – bei über 600 PS eine lautstarke Angelegenheit. Bei der Polizei gehen mehrere Anrufe von Zeugen ein, die den Vorfall beobachten und den Verdacht auf ein illegales Autorennen melden.

Nach 700 Metern Kontrolle verloren

Die beiden Fahrer, 22 und 23 Jahre alt, kommen nicht besonders weit: Nach knapp 700 Metern verliert der Jüngere von ihnen die Kontrolle über seinen Wagen. Der BMW schleudert über die Gegenfahrbahn auf das angrenzende Vereinsgelände des TSV Haunstetten. Dort reißt er einen Fahnenmast und einen Baum um und kracht in die Hauswand des Vereinsheims. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen der Polizei rund 50.000 Euro.

Staatsanwaltschaft beschlagnahmt Fahrzeuge

Der Fahrer des Unfallwagens wird laut Polizei leicht verletzt, sonst kommt niemand zu Schaden. Weil illegale Autorennen seit 2017 ein Straftatbestand sind, schaltet sich noch am Abend die Staatsanwaltschaft in die Ermittlungen ein: Die beiden PS-starken Fahrzeuge werden beschlagnahmt, um ein Gutachten zu erstellen. Einer der Fahrer hat laut Polizei in der Zwischenzeit Anzeige wegen Verleumdung gegen die Zeuginnen und Zeugen erstattet, die den Verdacht eines Rennens äußerten.

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