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Illegale Partys bescheren bayerischer Polizei viel Arbeit

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    Illegale Partys bescheren bayerischer Polizei viel Arbeit

    Trotz des Corona-Lockdowns haben am Wochenende in Bayern wieder etliche Leute Party gemacht. Gefeiert wurde etwa mit Campingstühlen auf einem Baumarkt-Parkplatz und in einer Garage. Nicht alle Feiernden zeigten sich der Polizei gegenüber einsichtig.

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    • BR24 Redaktion

    Auch am Wochenende musste die Polizei wieder mehrere illegale Partys auflösen. Bereits in der Nacht zum Samstag gab es einen Einsatz im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, weil neun Menschen zusammen feierten. Die Feier wurde beendet, auf alle Teilnehmer kommt nun ein Verfahren zu.

    Ermahnungen des Sicherheitsdienstes zeigten keine Wirkung

    Einen Geburtstag feierten ebenfalls neun Menschen in einer Gemeinschaftsunterkunft in Wörth an der Donau im Landkreis Regensburg. Dabei ließen sie sich laut Polizei auch nicht durch Ermahnungen des hauseigenen Sicherheitsdienstes vom Feiern abbringen. Als die Polizei eintraf, verweigerten die Teilnehmer die Herausgabe ihrer Personalien. Die Party wurde aufgelöst, alle Teilnehmer auf die jeweiligen Zimmer geschickt. Anzeigen folgen.

    Keine Einsicht auch bei den Teilnehmern einer Garagenparty

    Auch in Sünching im Landkreis Regensburg zeigten sich acht Teilnehmer einer Garagenparty der Polizei zufolge uneinsichtig, als Beamte eintrafen, nachdem es zuvor Beschwerden über die Lautstärke der betrunkenen Gruppe gegeben hatte. Zwei Streifen waren nötig, um die Feier zu beenden. Alle Anwesenden erwartet ein Bußgeld.

    Mit Campingstühlen und Alkohol auf dem Baumarkt-Parkplatz

    In Regenstauf im Landkreis Regensburg trafen sich am Samstagabend elf junge Leute im Alter von 17 bis 21 Jahren auf einem Baumarkt-Parkplatz – mit Campingstühlen und alkoholischen Getränken. Diese Party wurde ebenfalls aufgelöst. In Ursensollen bei Amberg erledigte sich das teilweise von selbst: Als dort die Polizei bei einer weiteren Geburtstagsfeier auftauchte, flüchteten vier Gäste über den Gartenzaun. Ihre Identität wurde aber bereits ermittelt, sie werden – ebenso wie die anderen fünf Teilnehmer – angezeigt.

    Heimliche Feier im Hotelzimmer

    In Traunreut im Landkreis Traunstein hatten sich acht Leute in einem Hotelzimmer getroffen und feierten - mit reichlich Alkohol, wie die Polizei meldete. Die Party sei umgehend beendet worden, man habe Platzverweise ausgesprochen und Anzeigen aufgenommen. Zum gemütlichen Feierabendbier hatten sich fünf Leute in einer beleuchteten Halle in Eußenhausen (Landkreis Rhön-Grabfeld) getroffen. Auch sie wurden angezeigt.

    Mühldorf: Polizei wird von 60 Menschen beschimpft und beleidigt

    In Mühldorf am Inn lief eine genehmigte Versammlung aus dem Ruder mit bis zu 300 Teilnehmern. Als die Polizei einen Mann aufforderte, eine Maske aufzusetzen, widersetzte er sich laut Mitteilung vehement. Rund 60 Menschen hätten sich mit dem 53-Jährigen solidarisiert und die Polizei bedrängt und wüst beschimpft und beleidigt, heißt es weiter. Nur mit Mühe habe man die Lage entschärft. Den Mann erwartet ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Ebenfalls in Mühldorf lösten die Beamten am Samstagnachmittag eine Hochzeitsfeier mit elf Gästen auf.

    Teure Zigaretten: Anzeige und Strafverfahren

    Seine Lust auf Tabak kommt einen 23-Jährigen teuer zu stehen. Der Mann habe sich am Samstag um 23.40 Uhr im niederbayerischen Eggenfelden (Landkreis Rottal-Inn) am Automaten Zigaretten holen wollen, teilte die Polizei mit. Als ihn die Beamten auf die ab 22 Uhr geltende Ausgangssperre hinwiesen, habe er sich uneinsichtig gezeigt und den Polizisten beleidigt. Neben einer Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz werde nun auch ein Strafverfahren wegen Beleidigung gegen ihn eingeleitet.

    Ähnliche Vorfälle mit illegalen Partys gab es unter anderem auch im niederbayerischen Wurmannsquick, in Kronach und Freising. Auf alle Beteiligten kommen nun Bußgelder zu, weil sie gegen die Corona-Regeln verstoßen haben.

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