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Illegale Abholzaktion am Tegernsee mit Bußgeldern bestraft | BR24

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Vierstellige Summen mussten Besitzer und Forstfirma zahlen für die illegale Fällung von 74 Bäumen am Tegernsee. Im Frühjahr wurden sie an der Point gefällt.

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Illegale Abholzaktion am Tegernsee mit Bußgeldern bestraft

Eine illegale Abholzaktion am Ufer des Tegernsees hatte im Frühjahr für Aufsehen und Ärger gesorgt. Die Fällungen haben nun ein Nachspiel: Das Landratsamt Miesbach hat drei Bußgeldbescheide an Beteiligte, unter anderem die Wittelsbacher, verschickt.

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Nicht nur Naturschützern blutete das Herz, als sie sahen, was an der Point am Südostufer des Tegernsees passiert war: Insgesamt waren im März an dem Uferstreifen 74 Bäume mit einem Durchmesser von mehr als zehn Zentimetern abgesägt und der gesamte Gehölzbestand entfernt worden.

Uferabschnitt steht unter Biotopschutz

Dabei handelte es sich um ein gesetzlich geschütztes Biotop in einem Landschaftsschutzgebiet, so Birger Nemitz, Pressesprecher des zuständigen Landratsamtes Miesbach. Unter anderem sei damit gegen die Verordnung "Schutz des Tegernsees und Umgebung" verstoßen worden.

Strafen im vierstelligen Bereich

Nun ist bekannt geworden, dass das Landratsamt drei Bußgeldbescheide verschickt hat. Betroffen sind das Herzogliche Haus, also die Familie Wittelsbach, ein Berater und ein Forstunternehmen, so Birger Nemitz, Pressesprecher des Landratsamtes. Die Strafen, die im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich liegen, seien bereits bezahlt und damit angenommen worden.

Umweltfrevler schweigen

Das Herzogliche Haus beziehungsweise das Herzogliche Brauhaus Tegernsee wollte zu dem Vorfall keine Stellung nehmen; das Brauhaus hatte die Rodung veranlasst, der Uferstreifen selbst gehört dem Herzoglichen Haus.

Auch Schlösser- und Seenverwaltung betroffen

Nach der Fällaktion im März hatte die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung Anzeige erstattet, weil offenbar auch Grund der Seenverwaltung betroffen war. Was aus der Anzeige wurde, ist nicht zu erfahren. Die Seenverwaltung wollte sich bislang nicht äußern.