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Ikea Rückzug: Memmingen reagiert gelassen | BR24

© picture alliance/Norbert Schmidt

Was kommt anstelle der Ikea-Filiale nach Memmingen?

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    Ikea Rückzug: Memmingen reagiert gelassen

    Eigentlich war alles klar: die Verhandlungen abgeschlossen, die Verträge mit der Stadt unterzeichnet. Doch dann legt Ikea eine Vollbremsung hin. Das geplante Möbelhaus mit Fachmarktzentrum wird nicht gebaut. In Memmingen sieht man das gelassen.

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    Der schwedische Möbelgigant Ikea wird kein Möbelhaus in Memmingen errichten. Das teilten die Stadt und das Unternehmen am Donnerstag in einer Stellungnahme mit.

    "Ikea wäre ein Gewinn gewesen", ist sich Memmingens Bürgermeister Manfred Schilder (CSU) sicher. Doch er weiß auch, dass es schon vorher kontroverse Meinungen zu dieser Neuansiedlung gab. Unnötiger Flächenfraß, argumentierten die Gegner, neue Arbeitsplätze erhofften sich die Befürworter. Die Unternehmer im Stadtzentrum fürchteten die Konkurrenz, die sich direkt am Autobahnkreuz ansiedeln wollte.

    Grundstückseigentümer ist Ikea

    Gemeinsam mit der schwedischen Möbelhauskette wird die Stadt jetzt überlegen, wie das nicht mehr benötigte Grundstück vermarktet werden kann. Eigentümer ist Ikea bereits seit einiger Zeit. Die Stadt will jetzt "in Ruhe an die Rückabwicklung gehen", sagte Schilder. Laut Bürgermeister gebe es schon neue Ansiedlungsanfragen und auch an alternativen Vorschlägen mangelt es nicht: Ein Bad, ein Klinikum oder ein Standort für eine "Hightech-Schmiede" - vieles sei denkbar.

    Memmingen bleibt attraktiver Standort

    Der Attraktivität seiner Stadt wird der Rückzug des Möbelhauses nicht schaden, ist sich der Bürgermeister sicher:

    "Die Stadt Memmingen hat nicht zuletzt aufgrund ihrer Verkehrslage eine hohe Attraktivität auch für Gewerbeansiedlungen. Memmingen bleibt ein attraktiver Arbeitsstandort." Bürgermeister Manfred Schilder