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IHK-Studie: Mainfränkische Wirtschaft leidet unter Corona-Krise | BR24

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    IHK-Studie: Mainfränkische Wirtschaft leidet unter Corona-Krise

    Die mainfränkische Wirtschaft bekommt die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich zu spüren. Der Konjunkturanalyse der IHK Würzburg-Schweinfurt für das Frühjahr 2020 zufolge verschlechterte sich das Geschäftsklima binnen weniger Wochen deutlich.

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    Von
    • Marcus Filzek
    • Corona-Pandemie: Aktuelle Informationen zur Lage in Unterfranken finden Sie hier.

    Die Corona-Pandemie hat negative Auswirkungen auf die mainfränkische Wirtschaft. Die IHK Würzburg-Schweinfurt hat am Montag (25.05.20) ihre Konjunkturanalyse für das Frühjahr 2020 veröffentlicht, der zufolge das Geschäftsklima binnen weniger Wochen dramatisch abgestürzt ist und seinen historischen Tiefststand während der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 nur knapp verfehlt. Zudem sind die Aussichten auf die kommenden Monate von Pessimismus geprägt.

    Konjunkturklimaindex bricht um 29 Punkte ein

    Während laut IHK Würzburg-Schweinfurt zu Jahresbeginn noch eine leichte Aufwärtsbewegung des Konjunkturklimaindex zu beobachten war, stürzte dieser in der aktuellen Umfrage von 113 auf 84 Punkte ab. Der Index liegt damit zwar noch sechs Punkte über seinem historischen Tiefststand aus dem Jahr 2009, dennoch stellt dies den größten Rückgang zwischen zwei aufeinander folgenden Befragungen dar. An der Umfrage hatten sich 300 mainfränkische Unternehmen beteiligt. "Die Folgen des Lockdowns in Deutschland und den wesentlichen internationalen Handelspartnern schlagen massiv auf die laufenden Geschäfte der mainfränkischen Unternehmen durch", kommentiert Elena Fürst, IHK-Referentin für Konjunktur und Statistik, das Ergebnis.

    Einzelhandel und Tourismus-Branche besonders betroffen

    Nur noch ein Viertel der Unternehmen bezeichnet die derzeitige Geschäftslage als gut, 36 Prozent als schlecht. Der Saldo aus positiven und negativen Lagebeurteilungen fällt laut IHK gegenüber Jahresbeginn von 33 auf minus elf Punkte ab. Der Einzelhandel spürte die Auswirkungen des Lockdowns deutlich: Hier liegt der Saldo bei minus 44 Punkten. Im Tourismusgewerbe lag der Saldo bei minus 100 Punkten.

    Pessimistischer Blick in die Zukunft

    Auch auf die kommenden Monate blicken die mainfränkischen Unternehmen insgesamt pessimistisch. Zwar rechnen 18 Prozent mit einer Verbesserung ihrer Geschäftstätigkeit, 43 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die aktuell schwierige Situation fortsetzen wird. 39 Prozent erwarten, dass sich die Lage noch verschlechtern wird. Neben der Industrie – Rückgang um 31 Punkte – sind die Aussichten insbesondere im Baugewerbe – Rückgang um 33 Punkte – besonders pessimistisch.

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